Grobe Unregelmäßigkeiten


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EU-Abgeordneter Juan Fernando López Aguilar meldet sich zu den Erdölsondierungen von Repsol zu Wort

In einer Pressekonferenz, die der sozialistische EU-Abgeordnete Juan Fernando López Aguilar in Las Palmas auf Gran Canaria zum Thema Erdölsondierungen gab, erklärte der von den Kanaren stammende PSOE-Politiker, die PP-Regierung in Madrid würde „die Kanaren im Dienste der Investitionsstrategie eines Erdöl­unternehmens ignorieren und mit Füßen treten, ohne zu erklären warum, obwohl jedermann das ahnen könne.“

Außerdem berichtete López Aguilar, er habe im Petitionsausschuss des Europaparlaments darauf hingewiesen, dass es im Umweltgutachten zu den Probebohrungen grobe Unregelmäßigkeiten gebe, die kanarischen Institutionen ignoriert würden und die Festlegung der Abmessungen eines Gebiets, welches zum „Ort gemeinschaftlichen Interesses“ (LIC) erklärt werden sollte, verzögert worden sei, um die Interessen von Repsol zu begünstigen. Für diese Vorgänge machte er Industrieminister Soria verantwortlich.

Juan Fernando López Aguilar thematisierte auch die Bedrohung, der die zahlreichen Meeressäugerarten und die Karrettschildkröten in kanarischen Gewässern durch die Ölsondierungen ausgesetzt seien. Er setze sich dafür ein, die Überprüfung des Projekts durch das Europaparlament weiterzuführen.

Der Europaabgeordnete bemängelte überdies, dass ein neues Gesetz zur Sicherheit von Erdölsondierungen immer noch nicht verabschiedet worden sei.




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