Gran Canarias Filmfestival ohne spanischen Kandidaten


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Unter den 14 Filmen, die in Las Palmas auf einen Lady Harimaguada-Preis hoffen, befindet sich kein nationaler Mitbewerber

Am 29. Februar beginnt auf Gran Canaria die neunte Ausgabe des Internationalen Filmfestivals von Las Palmas. Allem Anschein nach verzichtet die Festivalorganisation in diesem Jahr weitgehend auf die Namen großer Stargäste aus dem internationalen Filmgeschäft, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Festival zu leiten.

Bislang jedenfalls ist nur bekannt, dass die belgische Filmemacherin Chantal Akerman den Vorsitz der offiziellen Jury führen wird. Mit von der Partie sind außerdem die Schauspieler Peter Coyote, George Corraface sowie die französische Interpretin Claudette Maillé, der spanische Regisseur Javier Rebollo, der Portugiese Jose Fonseca e Costa, die deutsche Schriftstellerin Connie E. Voester und der australische Filmkritiker und Schriftsteller Adrian Martin.

Ungewöhnlich ist auch, dass unter den 14 Filmen, die sich im offiziellen Teil des Festivals um einen Lady Harimaguada-Preis bewerben, kein einziger spanischer Kandidat ist. Der wohl bekannteste Lady Harimaguada-Anwärter dürfte der Film The Rebirth von dem japanischen Filmemacher Masahiro Kobayashi sein, der im vergangenen Jahr auf dem 60. Filmfest von Locarno den Goldenen Leoparden für den bes­ten Film erhielt. Weitere asiatische Filme, die für den Filmpreis von Las Palmas antreten sind aber auch Crime and Punishment von Zhao Liang, Foster Child von Brillante Mendoza, Wonderful town von Adita Asarat und With a girl of black soil von Jeon Sooil. Das marokkanische Kino ist mit dem Film Les cœur burles von Ahmed el Maanouni vertreten und der französische Film Elle s´appelle Sabine mit Sandrine Bonnaire.

Eröffnet wird das Filmfestival, das am 8. März endet, mit dem viel gelobten US-Film „Drachenläufer“, der auf dem gleichnamigen Bestseller von Khaled Hosseini gründet.

Der Soundtrack zu diesem Film, der nicht im offiziellen Teil des Filmfestivals laufen wird, wurde von dem spanischen Musiker Alberto Iglesias komponiert, der für dieses Werk für den Oscar nominiert ist.




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