Gran Canarias Ärzte wollen streiken


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Die Forderungen: gerechtere Arbeitszeiten, mehr Freizeit, bessere Verwaltung

Gran Canarias Hausärzten ist endgültig der Geduldsfaden gerissen. Nach Monaten unfruchtbarer Verhandlungen um ihre Forderungen wollen sie jetzt ihre Streikdrohungen in die Tat umsetzen. Mit einem ersten Streiktag am 29. Oktober, an dem 24 Gesundheitszentren Gran Canarias, darunter auch die meistbesuchten der Insel, ihre Pforten schlossen, wurde ein letztes warnendes Zeichen gesetzt.

Hauptanliegen der Hausärzte in den Gesundheitszentren sind gerechtere bzw. den übrigen Medizinersektoren angepasste Arbeitszeiten, mehr Freizeit, ein besseres Verwaltungssystem sowie die Neustrukturierung des medizinischen Notdienstes. All diese Forderungen wurden im Grunde bereits am 12. Februar dieses Jahres verbindlich mit dem kanarischen Gesundheitsministerium vereinbart, jedoch bislang nicht eingehalten.

„Wir befinden uns am Rande unserer Möglichkeiten“, erklärte Purificación Alguacil, Haus­ärztin am Gesundheitszentrum von Triana und Vertreterin der Vereinigung „35 Stunden-Arbeitswoche für Alle“, im Hinblick auf ihre Lage. „Wir können einfach nicht mehr. Unserer Meinung nach fehlt hinten und vorne Fachpersonal und das ist ein Problem, dessen Ursprung weit zurückliegt.“

Inzwischen hat sich auch das Krankenpflegepersonal der Insel dem Streikvorhaben angeschlossen. Noch stehen Treffen mit dem Gesundheitsministerium an. Sollte es dabei jedoch nicht zu einer zufriedenstellenden Einigung kommen, ist für den 23. November ein weiterer 24-stündiger Streiktag angekündigt




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