Gedenken an Spanair-Opfer


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Angehörige kritisieren Bericht der Flugunfalluntersuchung

Am 20. August jährte sich das schwere Unglück des Spanair-Fluges JK 5022 von Madrid nach Gran Canaria zum dritten Mal.

2008 waren auf Madrids Flughafen Barajas 154 Menschen ums Leben gekommen – darunter 72 Canarios; nur 18 Passagiere hatten den Absturz überlebt. Am Gedenktag wurden diverse Trauerfeiern sowohl in Madrid als auch auf Gran Canaria abgehalten. Die Angehörigen- und Opfervereinigung „Opfer des Fluges JK 5022“ betonte, weiterhin für eine Aufklärung der genauen Umstände und eine Verbesserung der Flugsicherheit kämpfen zu wollen.

Kurz zuvor war der Abschlussbericht der Kommission für Flugunfalluntersuchung veröffentlicht worden, der die Piloten zu den Hauptschuldigen erklärte, da diese die Flaps nicht richtig eingestellt hätten. Sowohl die Angehörigenvereinigung als auch die Pilotengewerkschaft Sepla bemängelten, die Schuld allein den Piloten zu geben, nicht die Fehlerkette, die in ihrer Gesamtheit zu dem Unglück geführt hätte, aufzuklären und alle Verantwortlichen aufzuzeigen.

Im September werden weitere Zeugen im „Fall Spanair“ vor dem Madrider Obergericht aussagen.




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