Frauenhändlerring in Las Palmas zerschlagen


Zuhälter schleusten Frauen nach Spanien ein und zwangen sie zur Prostitution

Die Kriminalpolizei hat in Las Palmas de Gran Canaria einen Frauenhändlerring ausgehoben, der im großen Stil überwiegend Ausländerinnen an Freier verpachtete. Sieben Brasilianer und eine Spanierin wurden als Verantwortliche der kriminellen Organisation festgenommen.

Sie betrieben in der Calle Tomás Miller in Gran Canarias Hauptstadt ein Bordell, das unter dem Namen „Perla Negra“ bekannt war. Die Kriminalbeamten schätzen, dass die Einnahmen durch die Arbeit der Frauen sich seit 2006 auf rund 1,5 Millionen Euro belaufen. Etwa 200.000 Euro wurden über verschiedene Wege nach Brasilien geschickt.

Als Scheinfirma hatte man eine Handelsgesellschaft gegründet. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Frauen per Telefon in ihren Heimatländern angeworben und reisten als Urlauberinnen ein. Im Club „Perla Negra“ teilten sich zwölf Frauen drei kleine Zimmer und wurden sieben Tage die Woche bis zu 14 Stunden an Freier vermietet.

Die beiden Hauptangeklagten wurden bereits ins Gefängnis gebracht.




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