Flugzeugentführung auf Gran Canaria unblutig beendet


Die Entführung einer Passagiermaschine der mauritanischen Fluggesellschaft Air Mauritanie ist auf Gran Canaria am Donnerstag unblutig zu Ende gegangen. Nach Angaben der  Behörden konnte der Entführer bei einer Zwischenlandung der Boeing 737 in Las Palmas überwältigt und festgenommen werden. Die 71 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder seien unversehrt. Der Mann wollte das Flugzeug zunächst nach Paris umlenken, die Besatzung erklärte ihm jedoch, dass dafür nicht genug Treibstoff an Bord sei.

Nachdem die marokkanischen Behörden eine Zwischenlandung zum Auftanken auf dem Flughafen von Ad-Dakhla in der West-Sahara verweigert hatten, landeten sie schliesslich im Militärbereich der Flughafens Gran Canaria. Noch während der Landung konnte die Besatzung den Entführer überwältigen. Die Guardia Civil befreite daraufhin die Passaagiere und verhaftete den Mann.

Laut Medienberichten stammt der Entführer aus Mauretanien. Der Luftpirat brachte die Maschine kurz nach dem Start der Hauptstadt Nouakchott in seine Gewalt. Dazu hatte er zwei Pistolen an Bord gebracht. In Paris wollte der Mann politisches Asyl beantragen.

Der Flughafen von Gran Canaria war über eine Stunde lang gesperrt. Zwölf Flüge konnten erst mit Verspätung starten.




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