Ehrung für deutsche Flug-Pionierin


© Bundesarchiv

Gedenktafel für Marga von Etzdorf

Im Januar soll auf dem Flughafen Gando die Fliegerin Marga von Etzdorf mit einer Gedenktafel geehrt werden.

Vor nunmehr 83 Jahren war sie als erste Frau im Alleinflug mit ihrer Junkers Junior A50 auf dem Flughafen von Gran Canaria gelandet, acht Monate, nachdem er im Jahre 1930 zum nationalen Flughafen erklärt worden war. Die Ehrung der Heldentat der großen Fliegerin ist Teil einer Reihe von Festakten, die im Rahmen des hundertjährigen Jubiläums der Luftfahrt auf den Kanaren stattfinden.

Den ersten Flugzeugstart von einer Erdpiste bei Guanarteme aus wagte der Flieger Leonce Garnier im Jahre 1913. Die erste Landung auf dem heutigen Flughafen Gando führten 1924 drei Militärmaschinen durch, die von Marokko aus gestartet waren. Auch Charles Lindbergh landete sechs Jahre nach seiner berühmten Atlantiküberquerung von New York nach Paris auf Gran Canaria.

Marga von Etzdorf war Kunst- und Langstreckenfliegerin. Sie flog auch nach Istambul und im Jahr 1931 als erste Frau allein von Deutschland nach Japan. Auf dem Rückflug überlebte sie einen Absturz aus 80 Metern Höhe. Bei einem weiteren Rekordversuch, einem Alleinflug nach Australien, wurde ihre Maschine in Syrien schwer beschädigt, und sie erschoss sich noch auf dem Flughafen, möglicherweise, weil sie die Niederlage und das damit drohende Ende ihrer Fliegerkarriere nicht akzeptieren wollte. Sie wurde nur 25 Jahre alt.




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