Drogenschiff aufgebracht

Der Fischkutter wurde in den Hafen von Las Palmas de Gran Canaria geschleppt, wo das Rauschgift entladen wurde. Foto: EFE

Der Fischkutter wurde in den Hafen von Las Palmas de Gran Canaria geschleppt, wo das Rauschgift entladen wurde. Foto: EFE

Spanische Grenzschützer und Zollbeamte fanden an Bord des Fischkutters fast drei Tonnen Kokain

Gran Canaria – Der spanischen Grenzschutzpolizei und Drogenfahndung ist mit Unterstützung der Guardia Civil erneut ein Schlag gegen den Drogenhandel gelungen. Auch die internationale Zusammenarbeit war ausschlaggebend für den Erfolg der „Operación Capirote-Piteas-Acerico“, die 300 Seemeilen südlich der Kanarischen Inseln stattfand. Dort wurde der Fischkutter „Akt 1“, ein sogenanntes Substandard-Schiff, das auf der Route der Fischfänger südlich der Sahara unterwegs war und sich dadurch Tarnung erhoffte, aufgebracht. An Bord fanden die Beamten in einem Treibstofftank Pakete mit insgesamt mehr als 2.900 Kilo Kokain, was zur sofortigen Festnahme der Besatzung führte. Fünf Männer, vier Türken und ein Georgier, wurden verhaftet.

Der Zugriff erfolgte laut Guardia Civil unter schwierigen Bedingungen bei starkem Nordwind und Seegang. Erschwerend hinzu kam der schlechte Zustand des Fischkutters mit Motorproblemen, weshalb ein Brand an Bord befürchtet wurde und ein Zwi­schenstopp im Hafen von Arguineguín eingelegt werden musste, bevor das Schiff schließlich in den Hafen von Las Palmas begleitet wurde.

Im Polizeibericht wurde hervorgehoben, dass bei der „Operación Capirote“ erstmals das neu in Dienst gestellte Patrouillenschiff „Cóndor“ zum Einsatz kam. Dieses 43 Meter lange Schiff wird mit einer Besatzung von 14 Personen seit März dieses Jahres für die zollamtliche Überwachung im Gebiet um die Kanarischen Inseln eingesetzt.

Auf der sogenannten „afrikanischen Route“ des Kokainhandels werden an der afrikanischen Westküste immer wieder Drogenschiffe aufgebracht, die, als Fischfänger getarnt, das Rauschgift nach Europa einführen.

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