Die Dünen von Maspalomas haben sich erholt

Die herrliche Dünenlandschaft weist jetzt wieder das typische Wellenmuster auf. Foto: Miguel Ángel Peña

Die herrliche Dünenlandschaft weist jetzt wieder das typische Wellenmuster auf. Foto: Miguel Ángel Peña

Wie die Natur von der Corona-Ausgangssperre profitiert

Gran Canaria – Die Ausgangssperre, die in ganz Spanien verhängt wurde, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, hat eindeutig positive Auswirkungen auf die Natur. Auf Gran Canaria hat sich der Erholungsprozess der Dünen von Maspalomas durch die Abwesenheit von Touristen erheblich beschleunigt, und die Dünenlandschaft präsentiert sich in all ihrer Pracht wie vor 50 Jahren.

Miguel Ángel Peña freute sich auch über das Gedeihen der Sträucher der heimischen Art Traganum moquinii, bekannt als „Balancones“, die gepflanzt wurden, damit sie den Sand aufhalten und die Entstehung neuer Dünen begünstigen. Foto: Miguel Ángel Peña
Miguel Ángel Peña freute sich auch über das Gedeihen der Sträucher der heimischen Art Traganum moquinii, bekannt als „Balancones“, die gepflanzt wurden, damit sie den Sand aufhalten und die Entstehung neuer Dünen begünstigen. Foto: Miguel Ángel Peña

Der Umweltexperte des Cabildos von Gran Canaria und Leiter des Naturreservats der Dünen, der Biologe Miguel Ángel Peña, dokumentierte die neue Unberührtheit der Natur, die sich unter anderem auf der Oberfläche der Dünen durch die wellenförmige Struktur, bekannt als Rippeln, bemerkbar macht. Durch das Ausbleiben der vielen Spaziergänger, die unter normalen Umständen jeden Tag in den Dünen unterwegs sind, konnten sich die Sandkörner auf natürliche Weise ablagern, und so stellt Peña erfreut erstaunliche Fortschritte bei der vor zwei Jahren gestarteten Regenerierung der Dünen fest. Das Projekt „Masdunas“ zur Regenerierung der Dünenlandschaft wurde gestartet, um die Wanderdünen mit neuem Sand zu versorgen. Im Laufe der Jahrzehnte hat dieses einzigartige Naturgebiet unter den durch die massive Küstenbebauung veränderten Windverhältnissen gelitten. 40.000 Kubikmeter Sand wurden im Rahmen von „Masdunas“ von der Küste von Punta de la Bajeta bereits in die Dünen gebracht, wo mithilfe von kleinen Holzzäunen und eigens dafür gepflanzten Sträuchern natürliche Barrieren geschaffen wurden, die eine Sandanhäufung begünstigen.
In den Wochen der Ausgangssperre konnten sich die Sandkörner ungehindert bewegen, und es hat sich der erhoffte natürliche Prozess vollzogen. Die Dünen weisen die wellenförmige Oberflächenstruktur auf, die so charakteristisch ist.
Die in Punta de la Bajeta entnommene Sandmenge wurde übrigens durch die Meeresströmung schon wieder ersetzt.
Miguel Ángel Peña jubelt angesichts dieser positiven Auswirkungen im Naturreservat geradezu und stellt erfreut fest, dass die Natur in der Lage ist, sich zu regenerieren, wenn die Menschheit ihr eine Pause gönnt.

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