Die Auffangzentren für jugendliche Immigranten sollen schließen


In einem Jahr

1.037 jugendliche Immigranten werden derzeit in den kanarischen Auffangzentren betreut, die für die minderjährigen Flüchtlinge aus Afrika auf den Inseln – hauptsächlich auf Gran Canaria und Teneriffa – eingerichtet wurden.

Doch nachdem der Strom der Boat People inzwischen stetig abnimmt und auch das neue Ausländergesetz greift, ist die kanarische Sozialministerin Inés Rojas zuversichtlich, diese Zentren im Dezember 2010 schließen zu können. „Damit hätten wir das Ende der illegalen jugendlichen Einwanderung auf den Inseln erreicht.“ Zu dem Zeitpunkt würden schätzungsweise nur noch 120 Jugendliche in den Zentren untergebracht sein, die in betreute Wohngemeinschaften und ähnlichen Einrichtungen untergebracht werden könnten.

Bei Erreichen der Volljährigkeit erlischt die amtliche Vormundschaft für diese Flüchtlinge. Außerdem, so Rojas, seien 300 Jugendliche von den Kanaren an Zentren auf dem Festland überwiesen worden, was „nicht leicht“ zu erreichen gewesen sei. Doch die Kanaren hätten es geschafft, den Finger auf die Gesetzeslücke zu legen, die im Hinblick auf diese Minderjährigen bestand und nun im neuen Gesetzestext geregelt sei.

Bis vor Kurzem war es noch so, dass die Kanaren, die vom Immigrationsstrom am meisten betroffene Region, allein für die Kosten der Unterbringung  der jugendlichen Immigranten aufkommen mussten. Durch die neue gesetzliche Regelung ist der spanische Staat für diese Kosten und eine gerechte Aufteilung der Jugendlichen auch auf die anderen autonomen Regionen verpflichtet.




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