Cayuco mit 82 Immigranten erreicht Gran Canaria, darunter drei Tote


© EFE

Wieder hat es ein Cayuco bis an Kanarische Küsten geschafft. Besonders tragisch: Von den 82 Afrikanern an Bord haben die anstrengende Überfahrt drei Personen nicht überlebt.

Ein Radar hatte das 14 Meter lange Fischerboot in der Nacht zum Sonntag etwa 1,5 Meilen vor Pasito Blanco im Südosten von Gran Canaria ausgemacht.

Rund die Hälfte der Ankömmlinge mussten direkt nach Erreichen des Hafens von Arguineguín medizinisch versorgt werden. Laut eigenen Aussagen hatten sie seit drei Tagen kein Wasser und keine Nahrung mehr zu sich genommen. Rotes Kreuz und Personal von Servicio de Urgencias Canario (SUC) kümmerten sich um die völlig erschöpften Menschen nach der Ankunft, vier von Ihnen mussten dem Verdursten nahe ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Laut ersten Erkenntnissen der Guardia Civil war das Cayuco irgendwo an der mauritanischen Küste gestartet. Unter den Immigranten waren auch vier Frauen und zwei Kinder – ein 18 Monate altes Baby und ein neunjähriges Kind. Laut Angaben der Hilfskräfte sind die Kinder und Frauen wohlauf. Unter dem Rest der Besatzung hat die harte Überfahrt jedoch ihre Spuren hinterlassen. Neben Unterkühlung und Wassermangel waren viele Quetschungen und Abschürfungen zu finden.

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