Brücke zwischen USA und Afrika


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Kanaren sollen Ausgangspunkt des Exportgeschäfts der Vereinigten Staaten werden

Die Kanaren sind dem wirtschaftli­chen Ziel, zum Bindeglied zwischen den USA und Afrika zu werden, ein Stück näher gekommen. Der Besuch des US-amerikanischen Botschafters Alan Solomont in Las Palmas de Gran Canaria am 20. September ist ein Hinweis darauf, dass die USA die Inseln im Visier haben, um sie als Basis für Exporte nach Afrika zu nutzen.

Alan Solomont wurde in Las Palmas vom Chef der Hafenbehörde, Javier Sánchez-Simón, und dem kanarischen Regierungspräsidenten Paulino Rivero empfangen. Er sehe gute Chancen für die Kanaren, zum Ausgangspunkt für US-amerikanische Investitionen in Afrika zu werden, da dies hervorragend zu dem von Barack Obama eingeschlagenen Expansionskurs im Exportsektor passe, erklärte Solomont. „Die Kanaren können die Tür für amerikanische Investitionen in Afrika sein. Ein Abkommen in diesem Sinne wäre von größtem Interesse für die Vereinigten Staaten, Spanien, die Kanaren und Afrika“, versicherte der Diplomat, denn die Inseln seien mit ihren Hafen- und Flughafen­infrastrukturen die ideale Logistikplattform.

Jaime Malet, Präsident der US-Handelskammer in Spanien, zeigte sich von der Idee überzeugt, die Kanaren zu einem „Hub“ zwischen den USA und Afrika zu machen. Deshalb sei eine Ausrichtung der Interessen notwendig, damit das Vorhaben so bald wie möglich umgesetzt werden könne.

Kanaren-Präsident Rivero wird im Oktober eine offizielle Reise nach Washington unternehmen, um sich über diesbezügliche Möglichkeiten, Investitionen und Tourismus mit Vertretern der Regierung von Barack Obama zu unterhalten.




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