Astronaut Pedro Duque in Las Palmas


© EFE

Der spanische Raumfahrer besichtigte eine Replik der Columbus im Elder-Museum

Sichtlich überrascht zeigte sich der spanische ESA-Astronaut Pedro Duque, als er am 15. Juni zum Wissenschaftsmuseum Elder in Las Palmas de Gran Canaria kam, und dort von zahlreichen Schülern mit begeistertem Applaus begrüßt wurde.

Duque wollte im Rahmen eines Inselbesuches auch die Nachbildung des ersten europäischen Raumlabors Columbus besichtigen, das in dem Museum ausgestellt wird. Schließlich hat der ausgebildete Ingenieur in Luftfahrttechnik selbst an der Entwicklung des Originals mitgearbeitet, das im kommenden Jahr zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt werden soll.

Niemand hatte ihn jedoch darauf vorbereitet, dass ihn vor dem Museum gleich mehrere Schulklassen erwarten und mit einer Begeisterung in Empfang nehmen würden, als handele es sich bei ihm um einen berühmten Fußballer oder Kinostar.

Geduldig beantwortete er dann auch die Fragen der Kinder und unterschrieb unzählige Autogramme. Am meisten interessierte seine kleinen Fans dabei, wann er seine nächste Reise ins All antreten würde. Duque meinte, das wisse er noch nicht. Er versicherte jedoch, dass, selbst wenn er nie wieder auf Mission geschickt würde, er dennoch keinen Grund zur Beschwerde habe, denn „ich durfte schon zwei Mal fliegen und das war bislang für Spanier undenkbar“.

Ein Kind fragte den Astronauten, ob er eine Mission zum Mars mitmachen würde und was ausschlaggebend dafür ist, dass die bislang noch nicht möglich ist. Duque erklärte daraufhin, das größte Hindernis für eine Mars-Mission sei der Treibstoff für die Rückkehr zur Erde, ein Problem, für das frühestens in zwanzig Jahren eine Lösung gefunden werden könne. Es gäbe zwar viele Astronauten, die bereit sind zum Mars zu fliegen, auch wenn sie nicht zurückkommen könnten, er selbst gehöre jedoch nicht zu dieser Gruppe.

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