Schlechtes Licht

Die Party in einem Ferienhaus in Corralejo war in vollem Gange, als die Polizei erschien.

Die Party in einem Ferienhaus in Corralejo war in vollem Gange, als die Polizei erschien.

Die Polizei löste eine illegale Party mit 84 feiernden Touristen auf

Fuerteventura – Illegale Feten mit Dutzenden Teilnehmern, die sämtliche Corona-Schutzregeln missachten, werfen ein schlechtes Licht auf Urlauber. In Corralejo im Norden Fuerteventuras wurde am 17. April eine Party in einem Ferienhaus aufgelöst, an der 84 Personen – laut Medienberichten französische und italienische Touristen – teilnahmen, teilte das Innenministerium am 18. April mit.
Anwohner, die durch laute Musik auf das Geschehen aufmerksam geworden waren, benachrichtigten die Polizei. Die Beamten der Guardia Civil stellten vor Ort fest, dass in dem Ferienhaus eine Party im Gange war. Gegen die 84 Teilnehmer, die nicht nur die nächtliche Ausgangssperre missachteten, sondern auch gegen sämtliche Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandregeln sowie das Versammlungsverbot verstießen, wurde Anzeige erstattet. Laut Polizeibericht teilten sich einige Teilnehmer Getränke in ein und demselben Glas. Hinzu kamen mehrere Anzeigen wegen Falschparkens in der unmittelbaren Umgebung des Ferienhauses.
Die Zeitung „Diario de Avisos“ schrieb unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Polizei, dass der Norden von Fuerteventura zu so etwas wie „das Ibiza der Pandemie“ geworden sei. Immer wieder müsse die Polizei illegale Feten beenden, die von Touristen organisiert würden.

Partys auch auf Teneriffa

Am selben Wochenende musste auch in anderen Orten auf den Inseln die Polizei ausrücken, um illegale Partys zu beenden. In Santa Cruz de Tenerife wurden bis zu 18 kleinere und größere Versammlungen aufgelöst. Im Keller eines Nachtlokals an der Avenida Anaga hatten sich 18 junge Menschen zum Feiern und Tanzen getroffen. Die Polizei wurde darauf aufmerksam, weil Rauchmelder einen Feueralarm auslösten. Sämtliche Teilnehmer wurden wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln (Maskenpflicht, Sperrstunde, Versammlung von mehr als vier Personen) angezeigt, zwei davon außerdem wegen Drogenbesitzes.
In San Miguel de Abona beendeten Guardia Civil und Ortspolizei am späten Abend des 17. April eine weitere Party, die offenbar mit großer Sorgfalt geplant und über die sozialen Netzwerke bekannt gemacht geworden war. Auf einer abgelegenen Finca war ein Partyraum mit Lautsprechern, Mischpult für den DJ, Nebelmaschine und Lichtanlage ausgestattet worden. Es gab eine Theke, Kühlschränke und jede Menge alkoholische Getränke. Im Freien waren sogar zwei mobile Toilettenkabinen aufgestellt worden. Gegen die 55 Partygäste im Alter zwischen 20 und 30 Jahren wurde Anzeige erstattet. Der Bürgermeister von San Miguel de Abona, Arturo González, zeigte sich bestürzt. Es sei unglaublich, dass eine Minderheit andere Menschen auf derart unverantwortliche und egoistische Art und Weise in Gefahr bringe, erklärte er.

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