Das Bangen um das Hotel Oliva Beach geht weiter


Angestellte des Hotel Oliva Beach bei einer Demo vor dem Regierungssitz und dem Cabildo von Fuerteventura am 1. Oktober. Sie fürchten um ihre Jobs, sollten die Renovierungspläne des Hotels durch das zuständige Ministerium nicht genehmigt werden. Foto: efe

Ángel Víctor Torres erklärte nach Gesprächen in Madrid, dass das Umweltministerium seine Entscheidung über die Renovierungspläne des Hotels im November bekannt geben wird

Fuerteventura – Im Sommer wurde in Playa del Inglés auf Gran Canaria das frisch renovierte RIU-Hotel Palmeras mit der Kategorie „Riu Palace“ wieder eröffnet. Die offizielle Präsentation der komplett renovierten Anlage fand im Oktober statt. Das erste RIU-Hotel außerhalb der Balearen war 1985 eingeweiht worden und wurde im vergangenen Jahr für 22 Millionen Euro renoviert. Den heutigen Gästeansprüchen entsprechend, bietet das Hotel nun unter anderen neuen Serviceleistungen einen 24 Stunden All Inclusive Service sowie ein modernes, elegantes und exklusives Design. So setzt RIU weiterhin auf die komplette Renovierung seines Hotelportfolios. Zu diesen Plänen zählt auch die umfassende Renovierung des Hotel Oliva Beach in der Dünenlandschaft von Corralejo. Dass die diesbezüglichen Pläne auf Eis liegen, liegt an der fehlenden Genehmigung durch das spanische Umweltministerium (das Wochenblatt berichtete).
Bei der Präsentation des renovierten RIU Palace Palmeras erklärte Félix Casado, leitendes Verwaltungsratsmitglied für das Gebiet Atlantik, die Blockade der Renovierung durch die dem Umweltministerium unterstehende Küstendirektion verursache monatlich Verluste. Ein Teil-ERE (Expediente de Regulación de Empleo), also eine Entlassung von Angestellten, könne als Folge nicht ausgeschlossen werden. Die politische Situation in Spanien trage außerdem dazu bei, dass sich das Verfahren weiter verzögere.
Unterdessen protestierten rund 200 Angestellte des Hotels Anfang Oktober erneut vor dem Regierungssitz in Puerto del Rosario und forderten die Planfreigabe. Sollte die Renovierung nicht erfolgen, laufen sie Gefahr, ihre Arbeitsplätze zu verlieren.
Der Präsident der kanarischen Regierung, Ángel Víctor Torres, wurde am 11. Oktober in Begleitung von Fuerteventuras Cabildo-Präsident Blas Acosta erneut im Umweltministerium in Madrid vorstellig, um die amtierende Ministerin Teresa Ribera um eine Stellungnahme zu dieser Angelegenheit zu ersuchen. Im Anschluss daran traf sich Torres mit Vertretern des Betriebsrats des Hotel Oliva Beach, um ihnen mitzuteilen, dass die Antwort aus dem Umweltministerium binnen eines Monats erwartet werde. Bei dem Treffen im Cabildo betonte Ángel Víctor Torres ausdrücklich, dass ihm die Zukunft der Angestellten am Herzen liege und er eine Lösung befürworte, die den Verlust von Arbeitsplätzen verhindert.

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