Windwasserkraftwerk im Herbst in Betrieb?


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Riveros zukunftsträchtiger Plan: nur E-Autos auf El Hierro

Mitte April äußerte Paulino Rivero, Präsident der Kanarischen Inseln, gegenüber einer Nachrichtenagentur, dass die Bauarbeiten an El Hierros Windwasserkraftwerk schon im zweiten Halbjahr des Jahres abgeschlossen sein würden. Auf El Hierro seien bereits Ausbildungsprogramme ins Leben gerufen worden, die junge Canarios auf spezifische Posten im Windwasserkraftwerk vorbereiteten.

Rivero betonte: „Das ist ein wichtiger Schritt.“

Auch erinnerte der kanarische Präsident an El Hierros Plan für nachhaltige Entwicklung, der auch auf ökologische Land- und Viehwirtschaft sowie nachhaltige Fischerei setzt.

Rivero überraschte mit der Neuigkeit, dass die kanarische Regierung Gespräche mit einigen internationalen Unternehmen aufgenommen habe und diese von einem weiteren ambitionierten Umweltpilotprojekt zu überzeugen suche. Nach Riveros Vorstellung sollen bald nur noch Elektro-Autos auf der kleinsten Kanareninsel fahren. Er bekräftigte: „Das kann erreicht werden und es wird erreicht werden.“

In diesem Fall würde El Hierro nicht nur als erstes sich selbst mit erneuerbaren Energien komplett versorgendes, sondern auch als erstes abgasfreies Gebiet in die Geschichte eingehen.

Der kanarische Präsident äußerte, das Nachhaltigkeitsmodell von El Hierro auf allen Inseln umsetzen zu wollen, damit die Kanaren für die Welt sein würden, was El Hierro für die Kanaren sei, „ein Qualitätssiegel“. Rivero betonte: „Dafür muss Bewusstsein geschaffen und viel Arbeit geleistet werden.

Es geht los!

Am 28. April wurde die Windenergieanlage des Kraftwerks in Angriff genommen und mit der Legung der Fundamente begonnen. Jede der fünf in Deutschland gefertigten Windkraftanlagen bekommt ihren eigenen Sockel, drei Meter hoch und mit einem Durchmesser von 19 Metern, der mit 500 Kubikmeter Beton gefüllt sein wird.

Die fünf Windkraftanlagen Enercon E-70 haben eine Nabenhöhe von 64 Metern; jeder Flügel misst 35 Meter. Eine „Windmühle“ produziert 2,3 Megawatt; alle fünf werden dem zukünftigen Kraftwerk insgesamt 11,5 Megawatt liefern.




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