Weiterhin ein idealer Lebensraum


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Wale bleiben El Hierro trotz Vulkanausbruchs treu

Mitglieder einer Forschungsgruppe der Universität La Laguna sichteten Mitte Februar vor der Küste El Hierros eine Gruppe von Blainville-Schnabelwalen, die sich dort offenbar sehr wohlfühlt.

Wie die Wissenschaftler konstatieren konnten, war die sieben Tiere umfassende Gruppe gut genährt und auf den ersten Blick kerngesund. Eine mehrstündige Beobachtung der Tiere brachte die Forscher zu dem Schluss, dass sie sich bei ihren Tauchgängen an der Ostküste El Hierros in keinster Weise von dem in der Nähe stattfindenden Vulkanausbruch stören lassen und trotzdem reichlich Nahrung finden.

Die Walgruppe hielt sich längere Zeit in einer Entfernung von etwa einer Meile zum Gebiet von Las Playas auf, wo das Hotel der staatlichen Parador-Kette liegt.

Die Wissenschaftler halten die Präsenz von Walen in der Nähe von El Hierro für ein klares Zeichen dafür, dass die Gewässer um die Insel weiterhin ein ideales Habitat sind.

Diese gute Nachricht steht im Gegensatz zu dem Fund eines acht Meter langen toten Pottwals an der Küste von Arenas Blancas im Gemeindegebiet von La Frontera wenige Tage zuvor. Der Walkadaver wies zahlreiche Bisse von Haien auf und befand sich bereits im Zustand fortgeschrittener Zersetzung, was darauf schließen ließ, dass der Tod des Meeressäugers nicht mit dem Vulkan in Zusammenhang steht und vermutlich fernab der Insel eintrat. Dass der Wal dann bei El Hierro angeschwemmt wurde, war reiner Zufall.




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