Vier Tote und 33 Vermisste

Die vier Toten wurden mit dem Seenotrettungskreuzer Salvamar Adhara in den Hafen La Restinga im Süden El Hierros gebracht. Foto: EFE

Die vier Toten wurden mit dem Seenotrettungskreuzer Salvamar Adhara in den Hafen La Restinga im Süden El Hierros gebracht. Foto: EFE

Die Überlebenden trieben 18 Tage lang im Meer

El Hierro – Am 11. April entdeckte ein Fischkutter 120 Seemeilen südlich von El Hierro ein Flüchtlingsboot. An Bord befanden sich 4 Tote und 19 Überlebende in sehr schlechtem Zustand. Sie wurden mit drei Helikoptern direkt aus dem Boot gerettet und in die Universitätskrankenhäuser von Teneriffa gebracht, drei in kritischem Zustand, vierzehn weiteren ging es sehr schlecht. Das Boot soll 18 Tage zuvor mit 56 Personen von Nouakchott, Mauretanien, aus gestartet sein. Somit ist von bis zu 33 Vermissten auszugehen. Unterwegs ging der Treibstoff aus. Das Boot trieb mehrere Tage ziellos auf dem Atlantik, bis die Besatzung des Fischdampfers es sichtete. Die Besatzung warf Wasser und Kekse hinüber und blieb an der Seite der Patera bis Hilfe eintraf.
Der Vertreter der Zentralregierung auf den Kanaren, Anselmo Pestana, kündigte eine Untersuchung an, um festzustellen, wie viele Menschen tatsächlich starben. Sein Amtskollege auf El Hierro, José Carlos Hernández, zeigte sich tief betroffen: „Dies ist eine humanitäre Katastrophe schrecklichen Ausmaßes.“
Zwei der Überlebenden befanden sich bei Redaktionsschluss noch immer auf der Intensivstation.

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