Nur 90 Meter unter der Meeresoberfläche


© EFE

Neue Erkenntnisse über El Hierros unterseeischen Vulkan

Das Hydrografische Institut der Marine umd das Spanische Institut für Ozeanografie haben in der Fachzeitschrift Journal of Maps die neuesten Erkenntnisse zu El Hierros unterseeischen Vulkan veröffentlicht.

Am 10. Oktober 2011 stieß südlich von La Restinga das Magma durch den Meeresboden. Die Wissenschaftler nutzten die äußerst seltene Chance und verfolgten die unterseeische Eruption im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Das Forschungsschiff „Ramón Margalef“ konnte bereits am 24. Oktober die genaue Ausbruchsstelle ausmachen. In den folgenden Monaten besuchten die Wissenschaftler an Bord der „Ramón Margalef“ regelmäßig den sich bildenden Vulkan und überprüften dessen Entwicklung. Die Messungen wurden teils in sehr kurzer Entfernung zu der Stelle  durchgeführt, an der glühende Magmabrocken die Wasseroberläche erreichten, und waren nicht ungefährlich. Doch die Studien waren nicht nur für die Wissenschaft sondern auch für den Krisenstab Pevolca sehr hilfreich. Im März 2012 wurde der Ausbruch schließlich für beendet erklärt, doch im Dezember führte das Schwesterschiff der „Ramón Margalef“, die „Ángeles Alvariño“, eine abschließende Untersuchung und Abmessung durch.

Deren Ergebnisse wurden nun in der Journal of Maps veröffentlicht. Demnach befindet sich die Spitze des unterseeischen Vulkans nur 90 m unter der Meeresoberfläche; es gibt insgesamt vier Krater, die sich aneinanderreihen. Auch gelang es den Wissenschaftlern zu berechnen, dass während der fünfmonatigen Eruption rund 329 Millionen Kubikmeter Magma und Gestein ausgestoßen wurden.

Die von den Forschern erstellte Karte des „neuen“ Meeresbodens vor La Restinga hat den Maßstab 1:25.000 und deckt eine Fläche von 21.090 Hektar ab.




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