Das ITER – 25 Jahre Pionierarbeit und internationale Anerkennung


© ITER

Das Institut für Erneuerbare Energien, dessen Jubiläum dieser Tage gefeiert wurde, erforscht die Anwendungsmöglichkeiten Erneuerbarer Energien

Im September 1990 nahm das Institut für Erneuerbare Energien (ITER) den Betrieb auf, mit dem Auftrag, die Anwendungsmöglichkeiten der Erneuerbaren Energien zu erforschen und Pionierarbeit zu leisten sowie die Kanaren in Sachen Neue Technologien zukunftsfähig zu machen.

In den vergangenen 25 Jahren ist das ITER zur Referenz geworden und hat durch die Teilnahme an internationalen Forschungsprogrammen, durch eigene Projekte im In- und Ausland sowie mit der Umsetzung von Alix – Verlegung neuer Internet- und Glasfaserkabel sowie dem Bau eines neutralen Internetknotens –, der Installation großer Fotovoltaik- und Windkraftanlagen oder dem Bau eines bioklimatischen Dorfes internationale Anerkennung erlangt. 

Am 16. September wurde das 25-jährige Jubiläum des ITER in Granadilla de Abona gebührend gefeiert. Ricardo Melchior, ehemaliger Cabildo-Präsident und Mitbegründer, richtete Dankesworte an Adán Martín, seinen Vorgänger im Amt und ebenfalls Initiator des Projektes, und lobte die Arbeit der Belegschaft. Melchior dankte auch Wolfgang Palz, heute Präsident des Weltrats für Erneuerbare Energien, für seinen damaligen Einsatz. 

Palz wiederum hob in seiner Rede den wirtschaftlichen Erfolg des ITER hervor, dem es gelungen sei, ohne Subventionen nicht nur zu bestehen sondern auch zu wachsen. Die Initiatoren des Projektes bezeichnete Palz als Visionäre, schließlich hätten die Erneuerbaren Energien vor 25 Jahren praktisch noch nicht existiert. Palz lobte die Vorreiterstellung von Deutschland und Spanien im Bereich Erneuerbare Energien und drängte auf deren Förderung, schließlich ginge es darum, die Umweltverschmutzung zu verringern und den Planeten zu retten. 

Inselpräsident Carlos Alonso hob hervor, das ITER sei aufgrund der Qualifikation seiner Mitarbeiter und ihrer Arbeit weltweit anerkannt und habe Teneriffa in Sachen Anbindung und Energie in die Zukunft gebracht. Er schlug vor, Ricardo Melchior, der am selben Tag das Amt des ITER-Präsidenten niederlegte, zum Ehrenpräsidenten zu ernennen.

ITER-Direktor Manuel Cendagorta führte anhand einer Projektion durch die Geschichte des Instituts. Im Anschluss wurden unter freiem Himmel eine Gedenktafel enthüllt und 25 Olivenbäume von Schulkindern gepflanzt. 

Derzeit beschäftigt das ITER 200 Angestellte und macht einen Jahresumsatz von 25 Millionen Euro. 2014 produzierten die Fotovoltaik- und Windkraftanlagen über 90.000 Megawattstunden, was dem Verbrauch von fast 43.000 Haushalten entspricht.





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