Keine Chance für die Umwelt?

Schlechte Nachrichten für die zahlreichen Gegner des umstrittenen Projekts zum Bau eines riesigen Industrie- und Handelshafens in Granadilla im Süden Teneriffas. Wie jetzt bekannt wurde, haben die zuständigen EU-Behörden, die vor wenigen Wochen noch weiteres Informationsmaterial zur Überprüfung möglicher Alternativen zu dem Hafenprojekt angefordert hatten, deren Untersuchung unerwartet gestoppt.

Brüssel verschiebt erneut Entscheidung über Granadilla-Hafen

Langsam aber sicher entwickelt sich das umstrittene Projekt zum Bau eines Industrie- und Handelshafens in Granadilla zur „Unendlichen Geschichte“. Nachdem sich die kanarische Regierung Mitte Dezember noch fest davon überzeugt zeigte, dass die EU dem Projekt in Kürze ihren Segen erteilt, womit den Hafengegnern endgültig der Wind aus den Segeln genommen würde, macht Brüssel den Erwartungen der politischen Führungskräfte erneut einen Strich durch die Rechnung.

Tausende protestierten gegen Granadilla-Hafen

Tausende Einwohner und Freunde Teneriffas zogen am 26. November erneut durch die Straßen von Santa Cruz de Tenerife, um ihren Protest gegen den in Granadilla geplanten Industrie- und Handelshafen zum Ausdruck zu bringen. Zu der Demonstration aufgerufen hatte der Verband Asamblea por Tenerife, unter dem sämtliche Organisationen und Bürgerinitiativen, die sich gegen das Hafenprojekt wehren, zusammengefasst sind.

Delta hinterlässt eine Spur der Verwüstung

Nicht ohne Vorwarnung trafen die Ausläufer des Tropensturms Delta auf die sonst vor Hurricans scheinbar sicheren Kanarischen Inseln. Die Schulen und Universitäten waren am 28. November aus Sicherheitsgründen schon mittags auf dem ganzen Archipel geschlossen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Delta bereits La Palma erreicht. Später am Nachmittag kam der verheerende Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h nach Teneriffa, wo die größten Schäden entstanden.