Neuer Korruptionsfall auf Gran Canaria

Kaum hatten sich die Wogen der Entrüstung im Hinblick auf den so genannten Caso Eólico – einen Korruptionsfall, in den zahlreiche Politiker der konservativen Volkspartei (PP) von Las Palmas de Gran Canaria verwickelt waren – wieder einigermaßen geglättet, als die Nachricht von einem erneuten Korruptionsskandal sämtliche Alarmglocken nicht zuletzt in den Reihen der Konservativen schrillen ließen.

Neue Privatklinik auf Gran Canaria

12 Millionen Euro hat der Bau der neuen Klinik der Hospiten-Kette in Puerto Rico auf Gran Canaria gekostet, die am 10. Februar offiziell eröffnet wurde. Vertreter aus Lokal- und Regionalpolitik sowie Vorstandsmitglieder von Hospiten erschienen zur feierlichen Einweihung des neuen Krankenhauses, das nicht nur Privatpatienten zur Verfügung steht, sondern dank eines Abkommens zwischen der Gesundheitsbehörde und Hospiten auch allen Einwohnern des Inselsüdens ärztliche Versorgung bietet. Hospiten-Präsident Pedro Luis Cobiella und die Leiterin der neuen Klinik, Cristina Roca, führten die Gäste durch die modern eingerichteten und ausgestatteten Räumlichkeiten.

„Caso Eólico“ – ein Komplott mit politischem Nachbeben

Seit Mitte Februar herrscht in weiten Teilen der kanarischen Politführung, insbesondere aber in den Reihen der kanarischen Volkspartei (PP), eine gewisse Unruhe. Nachdem die Gerüchteküche monatelang brodelte, wurden am 9. Februar schließlich in Las Palmas de Gran Canaria und in Madrid insgesamt sieben Personen – darunter hohe Beamte, Unternehmer und ein Bankdirektor – festgenommen, die 2004 an einem großangelegten Komplott im kanarischen Industrieministerium beteiligt gewesen sein sollen.