China wird Forschungspartner des IAC


IAC-Direktor Rafael Rebolo (2. v.r.) und der Direktor des Riesenteleskops GTC (2. v.l.) führten die chinesische Delegation um Bai Chunli, Präsident der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, durch die Teide-Sternwarte. FOTO: ELENA MORA (IAC)

Das Astrophysikalische Institut der Kanaren und die Observatorien der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (NAOC) unterzeichneten ein Abkommen über Zusammenarbeit

Teneriffa/La Palma – China wird auf wissenschaftlicher und technologischer Ebene mit dem Großteleskop Gran Telescopio de Canarias (GTC) zusammenarbeiten. Eingefädelt wurde die Kooperation vom Astrophysikalischen Institut der Kanaren (IAC) unter Direktor Rafael Rebolo, in dessen Beisein das Abkommen am 5. September vom Direktor des Gran Telescopio de Canarias (GTC), Romano Corradi, und dem Generaldirektor des „National Astronomical Observatories“ (NAOC) der „Chinese Academy of Sciences“, Jun Yan, im Staatssekretariat für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung in Madrid unterzeichnet wurde.

Der Generaldirektor des NAOC, Jun Yan, der Präsident der Chinesischen Akademie für Wissenschaften, Bai Chunli, die Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, Carmen Vela, und der Direktor des Riesenteleskops GTC, Romano Corradi, in Madrid (v.l.n.r.). Foto: EFE
Der Generaldirektor des NAOC, Jun Yan, der Präsident der Chinesischen Akademie für Wissenschaften, Bai Chunli, die Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, Carmen Vela, und der Direktor des Riesenteleskops GTC, Romano Corradi, in Madrid (v.l.n.r.). Foto: EFE

Hauptziel des Abkommens ist eine Vertiefung und Festigung der Zusammenarbeit beider Einrichtungen, wobei die astronomische Forschungsinstitution aus China ihren Beitrag durch fortschrittliche Instrumente leisten wird und im Gegenzug 5% der Nutzungszeit des Riesenteleskops GTC zugeteilt bekommt. Außerdem sind das IAC und das NAOC auch Partner der „Stellar Observation Network Group“ (SONG), die mit dem dänischen Hertzsprung-Teleskop am Fuß des Teide und einem ähnlichen Instrument in Qinghai, China, die interne Struktur und Evolution von Sternen untersucht und nach erdähnlichen Planeten sucht, die außerhalb unseres Sonnensystems um einen anderen Stern kreisen. Die SONG-Gruppe betreibt ihre Forschungsarbeit mit Teleskopen an ausgesuchten Orten rund um den Globus. Außerdem ist das NAOC auch eine der Institutionen, die am zukünftigen Riesenteleskop TMT (Thirty Meter Telescope) mitwirken, das – sollte der Standort Hawaii verworfen werden – auf La Palma gebaut werden könnte.

Tage vor der Unterzeichnung des Abkommens besuchten eine Abordnung des NAOC und der Präsident der Chinesischen Akademie für Wissenschaften, Bai Chunli, den Sitz des Astrophyiskalischen Instituts der Kanaren auf Teneriffa und die beiden Sternwarten Observatorio del Teide auf Teneriffa und Observatorio del Roque de los Muchachos auf La Palma. Bei ihrem Besuch der wissenschaftlichen Einrichtungen auf Teneriffa wurden die Gäste vom Präsidenten der Regionalregierung, Fernando Clavijo, und Inselpräsident Carlos Alonso begleitet.

Die Chinesische Akademie der Wissenschaften mit Sitz in Peking ist mit über 70.000 Wissenschaftlern, die an mehr als 30.000 Projekten arbeiten, die größte Forschungseinrichtung der Welt. Ihr gehören die Nationalen Astronomischen Observatorien NAOC an, die 2001 durch den Zusammenschluss von drei Beobachtungsstationen und einem Forschungszentrum der Chinesischen Akademie der Wissenschaften gegründet wurden.

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