Miete im Kommen: Banken und Fonds haben große Bestände


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CaixaBank, Lazora und Blackstone besitzen die meisten Mietwohnungen

Madrid – In Spanien sind Wohnungsgesellschaften dünn gesät. Von jeher ist es hier üblich, die Wohnung, in der man lebt, nicht zu mieten sondern mittels einer Bankhypothek zu kaufen. Wer zur Miete wohnt, hat in 97% der Fälle einen Privatmann zum Vermieter, der seine neue Wohnung zum Teil durch die Mieteinnahmen seiner vorherigen Behausung finanziert.

Doch dieses Panorama ist seit einigen Jahren im Wandel begriffen. Nach dem Platzen der Immobilienblase haben sich bei verschiedenen Kreditinstituten große Wohnungsbestände angesammelt. Lange hielten die Geldhäuser an dem Plan fest, die durch Insolvenzen und geplatzte Hypotheken in ihren Besitz gelangten Immobilien wieder zu verkaufen. Doch nun beginnt sich Interesse zu regen an einem Markt, dessen Nachfrage wegen sinkender Löhne und hoher Arbeitslosigkeit in der Bevölkerung stetig steigt und dessen Renditen in Niedrigzinszeiten vergleichsweise gut sind. Die größten Vermieter sind, laut einer Studie von Solvia, der Immobilienabteilung der Sabadell-Bank, die CaixaBank mit 38.000 Wohnungen, gefolgt von dem Immobilienfonds Lazora mit 11.500 und der Investmentgesellschaft Blackstone mit 10.500. Die nächsten Plätze belegen die Banken Santander, Sabadell und Goldman Sachs mit jeweils 8.000, 5.500 bzw. 4.860 Objekten.

Spanien ist noch weit davon entfernt, so große Wohnungsgesellschaften zu haben wie Deutschland, wo Marktführer Vonovia nahezu 400.000 Wohnungen verwaltet.

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