Bestandsaufnahme bei den Meerengeln


Das Team von ElasmoCan arbeitet daran, mit Fotos von den Haien die Populationsgröße festzustellen. Foto: ElasmoCan

Loro Parque Fundación engagiert sich für den Schutz der bedrohten Haiart auf den Kanaren

Kanarische Inseln – Die Stiftung des Loro Parque engagiert sich als Partner der Organisation ElasmoCan für den Schutz der Engelhaie (Squatina squatina) auf den Inseln. ElasmoCan ist ein Forschungsteam, das an einer Bestandsaufnahme mit Hilfe von Foto-ID arbeitet, um den Umfang der Population dieser besonderen Meeresbewohner auf dem Archipel schätzen zu können. Die Haie werden bei diesem Verfahren fotografiert, um sie anhand besonderer Merkmale später wiedererkennen zu können, was für die Tiere harmlos, für die Mitarbeiter von ElasmoCan aber umso aufwendiger ist.

Die Kanarischen Inseln sind eines der wenigen Reviere, in denen sich die Engelhaie, auch Meerengel genannt, fortpflanzen. Der sandige Untergrund des Strandes Las Teresitas in Santa Cruz de Tenerife zum Beispiel bietet Engelhaien bei milden Temperaturen im Frühling und Sommer ideale Bedingungen für die Aufzucht des Nachwuchses. Im Juli hatte ein Vorfall an diesem Strand für Aufsehen gesorgt. Fußballer des CD Tenerife hatten sich nach einem Training am Strand damit vergnügt, einen „sonderbaren“ Fisch zu fangen. Was sie nicht wussten: es handelte sich um einen jungen Engelhai. Es folgte eine Entschuldigung des Clubs für das Fehlverhalten der Spieler, die nicht gewusst hätten, dass es eine geschützte Art ist.

Engelhaie zählen laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) zu den hundert am stärksten vom Aussterben bedrohten Arten.

Nachwuchs bei den Sandbankhaien

Unterdessen entwickelt sich der Nachwuchs der Sandbankhaie (Carcharhinus plumbeus) im Aquarium des Loro Parque prächtig. Die vier Haie sind am 10. März im Aquarium des laut TripAdvisor besten Zoos Europas und zweitbesten der Welt geboren worden.

Die kleinen Haie, die Abel, Airam, Lian und Juan genannt wurden, haben nun die erste besonders kritische Zeit gut überstanden. Nach ersten detaillierten Untersuchungen, unter anderem des Blutbildes, kann eine Diät verabreicht werden, die genau auf sie abgestimmt ist. Die kleinen Haie zeigen eine besondere Vorliebe für Seehecht und Tintenfisch und leben in einem großzügigen Aquarium, das den Bedürfnissen dieser eindrucksvollen Meeresbewohner entspricht. Tagsüber leuchtet natürliches Licht, nachts ein sanftes Mondlicht. Auch die Temperatur wird im Rhythmus der Jahreszeiten gesteuert.

Die vier Hai-Kinder spielen wie ihre Verwandten im Loro Parque eine wichtige Rolle als Botschafter für den Schutz ihrer Artgenossen, die in den Weltmeeren durch menschliches Wirken stark bedroht sind. Bekanntlich gefährdet die steigende Ausbeutung der Natur durch eine rasant wachsende Menschheit viele Arten in ihrem Bestand, darunter die Haie, die seit 400 Millionen Jahren unsere Erde bewohnen.

Jedes Jahr werden bis zu 100 Millionen Haie gefangen und getötet. Zudem enden nach Angaben der Welternährungsorganisation jährlich rund 600.000 Tonnen Haie als Beifang. Schon jetzt werden 11 Hai-Arten, darunter auch der Sandbankhai, in der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN aufgeführt.

Loro Parque und seine Naturschutzstiftung, die Loro Parque Fundación, bemühen sich darum, die Besucher des Loro Parque für einen nachhaltigen Umgang mit der biologischen Vielfalt wie auch mit den übrigen natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren.

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