2038: Zu 70% „saubere“ Energieversorgung


Industrie-Ingenieur Roque Calero und Inselpräsident Antonio Morales stellten die Studie vor. Foto: EFE

Gran Canaria will zum Vorbild werden

Gran Canaria – Cabildo-Präsident Antonio Morales und Industrie-Ingenieur Roque Calero haben die Ergebnisse einer von Calero ausgearbeiteten Studie über den Wandel des Energiemodells auf Gran Canaria vorgestellt.

Die Studie nimmt als Ausgang das Jahr 2014, in dem 98% der auf der Insel verbrauchten Energie aus Erdöl (3,4 Millionen Tonnen) erzeugt wurde. Davon wiederum wurden 62% zur Versorgung von Schiffen und Flugzeugen verwendet, was einen Ausstoß von 11,1 Millionen Tonnen Treibhausgase zur Folge hatte.

Roque Calero hat in einer umfangreichen Studie die Möglichkeiten der Insel für einen Wandel des Energiemodells sondiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass bei Einhaltung der in seinem Plan vorgesehenen, technisch und finanziell möglichen Vorgaben im Jahr 2038 knapp 68% des Energieverbrauches von Erneuerbaren Energien abgedeckt werden könnte. Der Kraftstoffverbrauch auf der Insel ließe sich laut Calero um 55% und der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß um ebenfalls 55% reduzieren.

Dafür ist es erforderlich, die Ressourcen und generell die Stromerzeugung dahingehend zu optimieren, dass der Anteil Erneuerbarer Energiequellen auf 70% erhöht wird. Eine bedeutende Rolle wird dabei das Wasserkraftwerk Chira-Soria einnehmen, das 2022 fertiggestellt werden soll. Die Wasserwiederaufbereitung auf der Insel soll dabei vollkommen mit Erneuerbaren Energien erfolgen.

Die restlichen 30% des Stromverbrauchs sollen weiterhin konventionell mit Wärmeenergie erzeugt werden.

Auch müsste die Hälfte des derzeitigen, aus 200.000 Autos bestehenden Fahrzeugparks bis 2038 gegen Fahrzeuge mit Elektromotor ausgetauscht werden.

Inselpräsident Antonio Morales unterstützt den Plan. Er hält es sogar für möglich, die festgelegten Ziele schon vorher zu erreichen, denn in der Studie wurden nicht die Möglichkeiten der Energieversorgung mit thermischer Energie oder Wasserkraft sowie die energetische Selbstversorgung der Haushalte miteinbezogen.

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