8 Inseln in 7 Tagen


Foto: EFE

Kitesurf-Weltmeisterin bewältigt die Herausforderung, die Kanarischen Inseln mit ihrem Board zu verbinden

Kanarische Inseln – Bereits mit zehn Jahren wurde Gisela Pulido Juniorenweltmeisterin im Kitesurfen. Mittlerweile ist das sportliche Wunderkind 22 Jahre alt und zehnfache Weltmeisterin im Freestyle. Dieses Jahr hat die katalanische Riderin eine Wettkampf-Pause eingelegt, was jedoch nicht heißt, dass sie auf Herausforderungen in ihrem geliebten Sport verzichtet. So hat sie sich im August in ein besonderes Abenteuer gestürzt: die Kanarischen Inseln inklusive La Graciosa in sieben Tagen mit ihrem Board und ihrem Drachen zu verbinden. Für Pulido eine neue Erfahrung, denn bislang ist sie in der Freestyle Disziplin hervorgestochen. Das Kiten auf Langstrecken war für sie neu.

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Und sie hat es geschafft! Am 17. August beendete sie erschöpft, aber strahlend die letzte Etappe des von Movistar gesponserten „Gisela Pulido Islas Canarias Challenge“ zwischen La Palma und El Hierro. Dabei legte sie bei Höchstgeschwindgkeit 46 km/h knapp 80 Kilometer in drei Stunden zurück.

380 Kilometer mit dem Drachen als Antrieb

Insgesamt betrug die zurückgelegte Strecke zwischen den acht Inseln 380 Kilometer.

Gisela Pulido ist die erste Kitesurferin, die diese Herausforderung meistert. „Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe. Ich kann es noch kaum fassen!“ sagte die junge Sportlerin den Reportern, noch außer Atem bei ihrer Ankunft auf El Hierro. Gleich im Anschluss bedankte sie sich bei ihrem großartigen Team von 15 Personen, ohne das dieses Vorhaben nicht möglich gewesen wäre.

„Es war eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens, und ich habe so einiges erlebt, seit ich mit acht Jahren begann, diesen Sport auszuüben“, erklärte Pulido weiter. Besonders hart sei die letzte Etappe gewesen, denn infolge der körperlichen Anstrengung der vorhergegangenen sechs Tage habe die Kraft ihrer Beine und Arme nachgelassen. Zwischen Teneriffa und La Gomera sorgte eine Windflaute kurzzeitig für eine ungeplante Pause und drohte, das Vorhaben zum Platzen zu bringen. Nach einer langen Wartezeit im Wasser ohne Vorankommen gab es dann bessere Windverhältnisse im Westen der Insel.

„Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe“, sagte die Sportlerin den Reportern, als sie nach der letzten Etappe in El Hierro wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Foto: EFE
„Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe“, sagte die Sportlerin den Reportern, als sie nach der letzten Etappe in El Hierro wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Foto: EFE

Auf ihrer Facebook-Seite schrieb die Sportlerin über dieses Abenteuer: „Viele Menschen fragen mich nach dem Grund für diese Herausforderung. Ich habe mehrere, aber der zweifellos beste ist die Möglichkeit, mit der Natur in Kontakt zu treten und Zeit auf dem Ozean zu verbringen, wo ich mich zu Hause fühle.“

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