Rückblick: Ausgabe vom 23. Oktober 1987


Foto: WB

Die wichtigste Nachricht vor 30 Jahren

Mitte der Achtziger war die Kommunikation zwischen den Inseln, sowohl per Flugzeug als auch per Ferry, umständlich und vor allem unzureichend. Der Flugverkehr wurde von Iberia durchgeführt, damals noch in staatlicher Hand. Da war der Beschluss des spanischen Ministerrats, die Gründung einer regionalen kanarischen Fluggesellschaft zu genehmigen, ein Grund zur Freude. Die entsprechende Mitteilung des damaligen Ministers für Verkehr und Tourismus, Abel Caballero, war deshalb eine der wichtigsten Meldungen in unserer Ausgabe vom 23. Oktober 1987. Geplant waren Propellerflugzeuge vom Typ ATP, kleine Maschinen mit geringer Platzzahl und einer häufigeren Flugfrequenz. In einer ersten Phase sollte die Zahl der interinsularen Flüge um 50% gegenüber den seinerzeitigen Flugplänen aufgestockt werden. In einer zweiten Phase, nach etwa zwei Jahren, sollte diese Zahl erneut verdoppelt werden. Die erforderliche Investition wurde mit fünf Milliarden Peseten angegeben, die von Iberia aufgebracht werden musste.

In unserer Ausgabe vom 23. Oktober 1987 berichteten wir über die neue regionale Fluggesellschaft, die den Verkehr zwischen den Inseln flexibler und bequemer machen sollte und die erfreuliche große Zahl von Verbindungen, die neu eingerichtet werden sollten. Insgesamt 13 Routen sollten geflogen werden und zwar fünf ab Gran Canaria, sechs ab Teneriffa Nord und Süd sowie jeweils eine von Lanzarote bzw. La Palma. Iberia, die weiterhin federführend bleiben sollte, hatte ein entsprechendes Projekt vorgelegt, in dem mit jährlich 1,2 Millionen Passagiere und 12.000 Tonnen Fracht kalkuliert worden war.

Die Nachricht: Der Ministerrat hat die Gründung einer kanarischen Fluggesellschaft genehmigt

„Die Gründung einer neuen kanarischen Fluggesellschaft bedeutet keineswegs eine Verminderung der Aktivitäten der Iberia auf dem Archipel“, erklärte der Minister für Verkehr und Tourismus, Abel Caballero, nach der Sitzung des Ministerrats, in der die Regierung die Gründung einer kanarischen Fluggesellschaft genehmigt hatte, an der die nationale Gesellschaft Iberia die Kapitalmehrheit haben wird. Wie der Minister in diesem Zusammenhang erklärte, hat die Notwendigkeit der Verbesserung des interinsularen Flugverkehrs auf dem Kanarischen Archipel den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben. Diese Verbesserung wird sich in erster Linie in einem größeren Flugangebot niederschlagen. Die Maschinen werden öfter und mit geringerer Auslastung verkehren mit einer größeren Flexibilität der Flugpläne. Die neue Gesellschaft wird im kommenden Jahr ihren Dienst aufnehmen und zwar in zwei Phasen von jeweils zwei Jahren. An das Niveau und den Service, den sie bietet, werden nach den Worten des Ministers sehr strenge Maßstäbe angelegt. Die Gesellschaft wird eine gemischte Flotte mit Maschinen für 40 bis 70 Personen unterhalten. In den kommenden vier Jahren sollen insgesamt zehn Flugzeuge angeschafft werden.

 




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