Digitale Währung – Teil 3 – Coins


Da Sie nun die technischen Grundlagen hinter den digitalen Währungen kennen, möchten wir Ihnen nachfolgend die bekanntesten und vielversprechendsten Währungen vorstellen, in der Branche auch Coins (engl. Münzen) genannt. Das Wichtigste vorweg: Digitale Währungen auf Basis des Blockchain-Prinzips lassen sich theoretisch von jedermann erstellen. Denken Sie also nicht, dass man sofort zugreifen sollte, sobald Sie von einer neuen Kryptowährung hören. Diese schießen seit einigen Monaten wie Pilze aus dem Boden, wobei die meisten wohl nicht sonderlich lange überleben dürften. Die Kursplattform CoinMarketCap (www.coinmarketcap.com), welche unter anderem die Marktkapitalisierung digitaler Währungen aufführt, listet zurzeit 970 unterschiedliche Kryptowährungen, darunter durchaus amüsante Vertreter wie „PizzaCoin“ oder „UFOCoin“.

Bitcoin

Mit Bitcoin (BTC) startete alles, und so ist die erste Kryptowährung nicht nur für die Erfindung des dezentralen Fi- nanzsystems und der Blockchain verantwortlich, sondern inzwischen auch außerhalb

von IT- und Finanzkreisen bekannt. Da sich Bitcoin trotz unzähliger Negativprognosen aus Politik, Wirtschaft- und Finanzwelt seit 8 Jahren hält und dabei weltweit immer mehr Akzeptanzstellen findet, steigt auch das Vertrauen in digitale Währungen, und selbst namhafte Großbanken müssen sich inzwischen intensiv damit auseinandersetzen. Doch das ist nicht die einzige Besonderheit an der Währung, Bitcoin hat eine von Grund auf eingebaute Deflation. Da insgesamt exakt 21 Millionen Bitcoins herausgegeben werden, kann die Währung nicht durch ein Überschwemmen des Marktes entwertet werden. Dadurch soll Bitcoin als begrenzte Ressource, ähnlich wie Gold, stetig im Wert steigen, vorausgesetzt natürlich, die Nachfrage bleibt bestehen. Der Bitcoin-Kurs hat sich seit Anfang des Jahres mehr als verdoppelt und kratzte kurzzeitig gar an der 3000-Dollar-Marke. Über die vergangenen 5 Jahre entspricht dies einer Wertsteigerung von mehr als 55‘000%. Einige Analysten und Investoren sehen den Bitcoin-Wert in einigen Jahren zwischen 150‘000.- USD und 500’000.- USD, andere wiederum sehen keine Zukunft für die erste digitale Münze.

Ethereum

Ethereum (ausgesprochen „Ifirium“) ist keine Kryptowährung, sondern der Name einer alternativen Blockchain. Im Gegensatz zur Bitcoin-Blockchain möchte Ethereum insbesondere das Vertragswesen dezentralisieren. Um die Infra- struktur zu nutzen, wird die digitale Währung Ether (ETH) benötigt, welche gerne als „Treibstoff“ für die Plattform bezeichnet wird. Ether ist der Shootingstar unter den Kryptowährungen und hat alleine im ersten Halbjahr 2017 eine Performance von fast 5000% (8$ auf 407$) hingelegt und damit in kürzester Zeit alle anderen Währungen (außer Bitcoin) hinter sich gelassen. Die Marktkapitalisierung erreichte mit 36 Milliarden USD zwischenzeitlich nahezu Bitcoin-Niveau (ca. 49 Milliarden USD). Aktuell ist Ether wieder etwas zurückgekommen und hat rund 50% des Wertes eingebüßt. Die Währung genießt insbesondere durch die unterstützende Ethereum-Allianz, wel- cher zahlreiche namhafte Konzerne angehören, ein stetig wachsendes Interesse. Einige Brancheninsider sind der Meinung, dass Ethereum Bitcoin in Zukunft als führende Kryptowährung ablösen wird.

Litecoin

Technisch gesehen ist Litecoin (LTC) dem Bitcoin sehr ähnlich. Litecoin möchte das digitale Silber zum digitalen Gold (Bitcoin) darstellen und wurde bereits 2 Jahre nach dem Ur-Coin lanciert. Auch hier gibt es eine eingebaute Deflation, welche die Anzahl der Coins auf 84 Millionen begrenzt. Im Gegensatz zu Bitcoin zeichnet sich Litecoin insbesondere durch eine deutlich schnellere Transaktionszeit aus, wodurch die Währung höhere Volumen handeln kann. Die Skalierbarkeit bzw. Geschwindigkeit von Bitcoin bei hohen Volumen ist nämlich der größte Kritikpunkt der ersten digitalen Währung.

Ripple

Betrachtet man die Marktkapitalisierung ist nicht Litecoin, sondern Ripple (XRP) die Nummer drei. Doch wie kommt es, dass diese Währung einen solchen Absatz findet? Während die konventionelle Finanzwelt den Bitcoin eher als Gegner betrachtet (da dieser vollständig ohne Finanzinstitute funktioniert), hat Ripple die Banken zur Hauptzielgruppe erklärt. Denn die Ripp­le-Blockchain soll dazu verwendet werden, klassische Währungen weltweit schnell, sicher, günstig und vor allem direkt zu transferieren oder umzutauschen. Der Ripple-Algorithmus ist in der Lage, stets den zeit- und kosteneffizientesten Weg zwischen zwei Währungen und Parteien zu finden. So kann eine Umwandlung von Euro in US-Dollar auch über Umwege erfolgen (z.B. Euro – Bitcoin – US-Dollar), sofern wirtschaftlich sinnvoll. Ähnlich wie bei Ethereum wird für jede Transaktion etwas „Treibstoff“ in Form der digitalen Währung „Ripple“ benötigt. Aus diesem Grund decken sich viele Finanzinstitute frühzeitig damit ein.

Aber auch andere digitale Währungen abseits dieser Aufzählung sind durchaus einen Blick wert, beispielsweise „Monero“ (hochskalierbar ohne Deflation), „DASH“ (anonym und schnell) oder „Stratis“ (vereinfachte Blockchain für Unternehmen).

Bei weiterführendem Interesse an Kryptowährungen em­pfehlen wir, sich die unterschiedlichen Währungen ge- nauer anzuschauen. Bestimmt finden Sie den einen oder anderen für Sie interessanten Coin. In der kommenden Ausgabe zeigen wir Ihnen dann, wie und wo Sie digitale Währungen erwerben können.

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(Sacha Burlon)
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