Mehr Unterstützung der EU für die Randgebiete


Kanarenpräsident Fernando Clavijo bei seiner Rede im Europaparlament. Foto: EFE

Fernando Clavijo sprach vor den Europa-Abgeordneten

Brüssel – Kanarenpräsident Fernando Clavijo, der derzeit die Präsidentschaft der EU-Gebiete in äußerster Randlage innehalt, hielt am 31. Januar eine Rede vor dem Europäischen Komitee der Regionen im Europaparlament in Brüssel. Clavijo forderte die EU auf, die fernab des Kontinents gelegenen Randgebiete und ihre Besonderheiten bei der Ausarbeitung von Verträgen und Gesetzen miteinzubeziehen. Dabei erhielt der kanarische Regionalpräsident die Unterstützung vieler europäischer Regionen.

Regionalpräsident Clavijo sprach die Besorgnis der neun EU-Gebiete in äußerster Randlage – Kanarische Inseln, Madeira, Azoren, Guadalupe, Guayana, Martinique, Mayotte, Réunion und St. Martin – an, die bekanntlich ganz besonders von einigen der größten Herausforderungen der EU betroffen seien, nämlich dem Klimawandel und den Flüchtlings­-

strömen. Auch forderte Clavijo die EU auf, die auf die Entfernung zum Kontinent begründeten Einschränkungen der Randgebiete solidarisch auszugleichen, und zwar durch „spezifische Hilfen und angepasst an die Bedürfnisse jedes Bereiches, wie finanzielle Hilfen für den Transport, die Bildung oder den Schutz und die Entwicklung des Kulturerbes“.

Für den kanarischen Regionalpräsidenten sind die Randgebiete durch ganz spezielle Einschränkungen, „deren Dauerhaftigkeit und Zusammensetzung die wirtschaftliche und soziale Entwicklung schwer belasten“, aber auch durch „Eigenschaften, die sie zu natürlichen Laboratorien und Vorreitern in der EU machen“, miteinander verknüpft.

Die Vertreter der europäischen Regionen stimmten einer von Clavijo vorgelegten Stellungnahme zu, wonach den Randgebieten Zugang zu dem Europäischen Fonds für Strategische Investitionen in der Entwicklung von Infrastrukturen, beispielsweise zur Gewinnung sauberer Energien, zu gewähren sei.




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