1.164 Kisten mit Dokumenten des Korruptionsnetzes „Púnica“ lagern in einer Fabrikhalle


Francisco Granados. Foto: efe

15 Tonnen Beweismaterial

Eine Sicherheitsfirma bewacht in einer Fabrikhalle in der Nähe von Madrid das Beweismaterial, das die Spezialeinheit UCO der Guardia Civil über das Korruptionsnetz Púnica zusammengetragen hat. Einer der Köpfe ist nach der Überzeugung von Untersuchungsrichter Eloy Velasco, Francisco Granados, von 2004 bis 2011 Generalsekretär der Partido Popular von Madrid. Er war einer der starken Männer in der Regionalregierung von Esperanza Aguirre, wo er auch die Ministerien Justiz und Inneres leitete. Im Oktober 2014 wurde er, zusammen mit weiteren 50 Personen, im Zusammenhang mit den Fall Púnica verhaftet. Der Untersuchungsrichter hatte festgestellt, dass Granados 1,1 Millionen Euro auf einem Konto in der Schweiz hatte. Später wurden noch weitere 11 Millionen auf Banken in der Schweiz und Singapur festgestellt, die ein Strohmann dort deponiert haben soll. Das Korruptionsnetz, das von der Justiz Púnica genannt wird, hat im großen Stil Provisionen – meist in Höhe von 3% – von Unternehmen für öffentliche Aufträge kassiert. „15 Tonnen Papier verbergen die Beute von Granados“ hat eine nationale Zeitung getitelt.

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