Mission Nächstenliebe


V.l.n.r.: Domingo González, Leiter des Lavateppichprojekts, Delia Escobar, Leiterin des Festamtes, Bürgermeister Francisco Linares, Pfarrer Oscar Guerra und der Vorsitzende des Teppichkünstlerverbands, Leo Rodríguez Foto: Ayuntamiento de la orotava

Das Motiv für den Lavasandteppich wurde vorgestellt

Teneriffa – Dieses Jahr prägt die christliche Botschaft der Nächstenliebe das Bild des großen Teppichs aus Lavasand, der auf dem Rathausplatz von La Orotava zum Fronleichnamsfest angefertigt wird.

Gemeinsam mit dem Projektleiter Domingo González stellten Bürgermeister Francisco Linares und andere Mitglieder der Stadtverwaltung das diesjährige Motiv vor.

Domingo González erklärte, dass mit der Wahl der drei Bilder, die das Sandbild dieses Jahr beherrschen, die Betrachter für die Probleme vieler Menschen in der heutigen Gesellschaft sensibilisiert werden sollen. Die christliche Mission lautet Nächstenliebe, und diese ist durch Bilder von Jesus Christus links und rechts vom zentralen Bild der Dreifaltigkeit dargestellt. Im linken Bild ist Jesus mit einem Bettler zu sehen und im Vordergrund, den Rand des Bildes überlagernd, ein Obdachloser in der heutigen Zeit dargestellt. Rechts im Bild wendet sich Jesus einem Kind zu; den Bezug zur heutigen Zeit stellt ein im Vordergrund abgebildetes Flüchtlingskind her.

Die Mitte des Bildes wird von einer Abbildung der Dreifaltigkeit sowie von dem Bild Abrahams als erstem christlichen Missionar und Papst Franziskus, der den Weg zur Nächstenliebe weist, beherrscht.

Das Bild will uns sagen, dass es unsere Aufgabe ist, Nächstenliebe zu praktizieren, erklärte Domingo González.

Nachdem vor Kurzem die von Schädlingen befallenen Palmen vom Rathausplatz entfernt werden mussten, an denen bislang jedes Jahr die Planen zum Schutz des Kunstwerks befestigt wurden, werden dieses Jahr drei Zelte über dem Platz montiert, sodass das Sandkunstwerk vor eventuellen Wetterkapriolen geschützt wird.

Zwanzig Teppichkünstler – Alfombristas genannt – werden in den nächsten Wochen mit der Anfertigung des Kunstwerks beschäftigt sein. Für das 900 Quadratmeter große Sandbild werden rund 1.300 Kilogramm Sand aus der Vulkanlandschaft der Cañadas verwendet. Wenn die Prozession dann am 22. Juni über das Bild marschiert und es zerstört, werden freiwillige Helfer einen Großteil des Sandes einsammeln, um ihn im „Museo de Alfombras“ wiederzuverwenden.

Das Lavasandbild von La Orotava ist weltweit als das größte seiner Art bekannt, was ein Eintrag im Guinness Buch der Rekorde seit 2006 bestätigt.

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