Warenhäuser fordern freie Öffnungszeiten


Carlos Caruncho, Direktor von Alcampo Telde (l.), Juan José Navío (2.v.l.), José Carrillo (2.v.r.), Gustavo Rodríguez (r.), Regionalleiter von Carrefour, Leroy Merlin bzw. El Corte Inglés Foto: EFE

Gran Canaria – Bei einem vom Kanarischen Finanzclub organisierten Forum über die Gegenwart und die Zukunft des regionalen Einzelhandels haben die Leiter der großen Warenhäuser eine Liberalisierung der Öffnungszeiten gefordert, um mit dem wachsenden Internethandel mithalten zu können.

Die leitenden Vertreter von Carrefour, El Corte Inglés, Leroy Merlin und Alcampo monierten, dass es sich bei den Kanaren um ein Gebiet handele, dessen Wirtschaft vom Tourismus bestimmt sei. Um die Bedürfnisse der Urlauber und der Kreuzfahrttouristen zu erfüllen, sollte der Handel generell sonntags öffnen dürfen. Zudem wurde argumentiert, auch die Bedürfnisse der Einwohner hätten sich verändert. Um Arbeits- und Familienleben vereinbaren zu können, würde eine zunehmende Zahl von Personen im Internet einkaufen, das durchgehend geöffnet habe. Diesen Menschen würde man mit einer Liberalisierung der Öffnungszeiten entgegenkommen.

Die Gewerkschaft CC.OO. reagierte prompt und bezeichnete die Leiter der Warenhäuser als „Geier“. CC.OO. warf den großen Ketten vor, mit einer Liberalisierung der Öffnungszeiten den kleinen Einzelhandel zu zerstören und die Mitarbeiter stundenweise in marathonähnlichen Schichten zu beschäftigen.




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