Unternehmer fordern neuen Sand für die Strände


Die Unternehmer fürchten langfristig um die Strände, die Hauptattraktion für die Urlauber im Inselsüden. Foto: Ayto Arona

Bei Unwettern werden regelmäßig erhebliche Mengen Sand von den Südstränden Teneriffas ins Meer gespült

Teneriffa – Der Unternehmerverband Süd (CEST) und das Cabildo haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam Druck auf das Umweltministerium auszuüben. Die Unternehmer fordern, die Strände im Inselsüden mit neuem Sand aufzufüllen, um die Hauptattraktion des Urlaubszieles zu bewahren. Doch bis die entsprechenden Genehmigungen vom Umweltministerium vorliegen, können bis zu zehn Jahre vergehen.

CEST-Präsident Roberto Ucelay erklärte, dass bei Unwetter regelmäßig erhebliche Mengen Sand von den Stränden im Inselsüden ins Meer gespült würden. Insbesondere die aus nordwestlicher Richtung ankommenden Stürme würden den Stränden zusetzen. Die bei starken Regenfällen aus den Barrancos kommenden Wasser- und Schlammmassen würden ebenfalls Sand ins Meer reißen. Mit der Folge, dass die touristischen Unternehmer der Gegend zunehmend um die Hauptattraktion für Urlauber – die Strände – fürchten. Denn es dauere zwischen vier und zehn Jahren, bis das Umweltministerium die erforderlichen Genehmigungen für ein Auffüllen mit Sand durch Import oder durch Zermahlen des vom Meeresgrund geförderten Materials erteile. Eine viel zu lange Zeit, um einen Imageschaden zu verhindern, stimmten die Unternehmer überein.

Nach Angaben des CEST ist seit über 15 Jahren keine Ausbaggerung vor den Stränden mehr beantragt worden. Diese ist aufgrund der Nähe zum Meeresschutzgebiet Teno-Rasca sowie des örtlichen Vorkommens geschützter Seegraswiesen auch nur bedingt möglich. Auf jeden Fall ziehen die Unternehmer den Import des feinen, helleren Sandes vor, weil dieser bei den Urlaubern beliebter sei.

Bei ihrem Treffen kamen die Vertreter von touristischen Unternehmern des Inselsüdens und von der Inselverwaltung überein, beim Umweltministerium auf eine Verkürzung des Genehmigungsverfahrens zu drängen. Darüber hinaus will das Cabildo eine Studie über die genaue Abgrenzung der geschützten Gebiete in Auftrag geben.

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