Teneriffas Süden träumt von eigener Tranvía


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Die Straßenbahnstrecke soll die wichtigsten Touristikzentren verbinden

Noch ist es nur eine Idee von Aronas Bürgermeister José Alberto González Reverón. Eine Idee, die jedoch nach und nach auf immer mehr offene Ohren stößt, nicht zuletzt, weil ihre Verwirklichung eine wirkliche Entlastung der chaotischen, stark überlas­teten Verkehrslage in den Tourismusgebieten im Süden Teneriffas zu sein verspricht.

Die Rede ist von einer Stra­ßenbahnstrecke, die die Ortschaften Los Cristianos, Playa de las Américas und Costa Adeje (Adeje) verbindet. Bislang wird die Initiative nur von Adejes Tourismusamt und der Anwohnervereinigung von Los Cristianos unterstützt, Aronas Bürgermeister will aber nicht ruhen, bis er genügend Rückhalt für die Umsetzung seiner Idee erhält.

„Ich habe bereits mehrmals darüber mit Verantwortlichen der Inselverwaltung im Hinblick auf eine Lösung für die derzeitigen Verkehrsprobleme gesprochen“, erklärte González Reverón kürzlich. Im Rahmen eines Treffens im Dezember vergangenen Jahres habe er den Cabildo-Verantwortlichen auseinandergesetzt, dass die dritte Spur der Autobahn und die geplante Zugverbindung zwischen Santa Cruz de Tenerife und dem Inselsüden sicherlich bereits eine Erleichterung der derzeitigen Lage darstelle, in den Stadtkernen selbst jedoch nicht ausreiche. Eine Straßenbahnstrecke, die die Touristikhochburgen im Süden Teneriffas miteinander verbindet, sei ganz abgesehen davon ja auch ein bedeutender Beitrag zum Umweltschutz, so habe er bei dem Treffen unter anderem argumentiert, erklärte Aronas Stadtvater in diesem Zusammenhang weiter.

Bis dieser Zukunftstraum jedoch Wirklichkeit wird, will Adeje angesichts der Problematik nicht untätig bleiben. So soll in absehbarer Zeit eine weitere Busstrecke, die aus-schließlich die betroffenen Ortschaften verbindet, zum Einsatz kommen. Parallel dazu sind außerdem Kampagnen zur Förderung der Nutzung von Fahrrädern geplant.

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