„Kanaren sollten Energie-Selbstversorger werden“


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Internationale Tagung über „Erneuerbare Energien – Märkte der Zukunft“

Archipele wie die Kanarischen Inseln stehen mit an ers­ter Stelle der Gebiete, die in absehbarer Zeit unter den Auswirkungen von Erderwärmung und Klimawandel am meisten leiden werden.

Schon jetzt ist abzusehen, dass Inselgruppen wie die Seychellen, die Malediven und die Kanaren in nicht allzu ferner Zukunft wegen des ansteigenden Meeresspiegels vom Verschwinden bedroht sind. Mit dieser Problematik als zentrales Thema und dem Ziel, nach Lösungen zu suchen, fand Ende Mai auf Teneriffa die Internationale Tagung „Erneuerbare Inseln – Märkte der Zukunft“ statt, an der unter anderem auch die Vize-Präsidentin des EU-Parlaments, Mechthild Rothe, teilnahm. Ihren Aussagen zufolge müssen die Inseln sich ab sofort darauf konzentrieren, baldmöglichst zu Energie-Selbstversorgern zu werden. Erneuerbare Energien seien nicht nur unter Umwelt-Aspekten die „Märkte der Zukunft“. Schon jetzt schaffen sie weltweit über 50.000 Arbeitsplätze, die sich spätestens 2020 auf eine Million belaufen werden.

Teneriffas Cabildo-Präsident Ricardo Melchior stimmte Rothe in diesem Zusammenhang ausdrücklich zu und fügte noch hinzu, dass erneuerbare Energien außerdem zum Weltfrieden beitragen, da „die Kontrolle über Sonne, Wind und die Kraft der Wellen oder Vulkane nur schwer zum Auslöser von Kriegen werden kann“.

Eine der Schlussfolgerungen der Tagung: Die einzige Chance für die Inseln, eigene Energiequellen zu haben und zu nutzen, sind die alternativen Energien.

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