Garachicos Uferstraße unter Wasser


Wieder einmal wurde am 28. Februar die Uferstraße Garachicos und Hauptverbindungsstraße zum Landkreis Isla Baja von hohen Wellen überschwemmt. Foto: Ayuntamiento Garachico

Bürgermeister González fordert ein Frühwarnsystem und einen Notfallplan für hohen Wellengang

Teneriffa – Das Wetteramt Aemet hatte am 28. Februar vor hohem Wellengang an der Nordwestküste Teneriffas und auch an den Küsten von La Palma, La Gomera, El Hierro, Fuerteventura und Lanzarote gewarnt. Wieder einmal traf es Garachico besonders stark. Über sieben Meter hohe Wellen brandeten über die Küstenstraße TF-42, die wichtigste Verkehrsader des Landkreises Isla Baja, die zum wiederholten Male gesperrt werden musste. Diverse, nicht rechtzeitig von ihren Eigentümern entfernte Fahrzeuge wurden von den Fluten mitgerissen. Die Lage für die direkt an der Küste lebenden Einwohner war angespannt. Von ihren Fenstern aus beobachteten sie das aufgebrachte Meer und die Sintflut vor der Haustür. Bürgermeister José Heriberto González forderte den Einsatz und die Hilfe des Cabildos und der Regionalregierung, um die Folgen der seit vielen Jahren immer wieder auftretenden Überschwemmungen besser bewältigen zu können.

Gegenüber einer Tageszeitung erklärte González, bereits mit dem Cabildo und der Regionalregierung über Verbesserungen bei der Vorbereitung gesprochen und Kooperations­bereitschaft erlebt zu haben. Der Bürgermeister hat zwei konkrete Maßnahmen im Sinn: Zum einen fordert er die Installation einer festen Wetterboje zur kontinuierlichen Erfassung relevanter Daten wie der Höhe, der Entwicklung oder der Richtung der Wellen, um rechtzeitig die entsprechenden Vorbereitungen treffen zu können. Weiterhin hält González es für unbedingt erforderlich, einen Notfallplan aufzustellen, in dem genau festgehalten ist, welche Behörde welche Maßnahmen zu ergreifen habe.

„Derzeit ist es so, dass wir immer bei einer Wetterwarnung auf das Meer blicken müssen, um zu entscheiden, ob wir die wichtigste Verbindungsstraße eines ganzen Landkreises schließen oder nicht. Und diese Entscheidung treffen nur die Gemeindeverwaltung und die Lokalpolizei, die sich mit ihren bescheidenen Mitteln sowohl um die Absperrung der Straße als auch um die Umleitung des Verkehrs über den historischen, für ein höheres Verkehrsaufkommen nicht ausge­legten Stadtkern kümmern muss,“ klagte González.

Er fühlt  sich und seine Gemeinde derzeit sichtlich von den anderen Administrationen im Stich gelassen. Allerdings sollen Cabildo und Regionalregierung ihre Bereitschaft zur Umsetzung der von González – nicht zum ersten Mal – vorgestellten Maßnahmen signalisiert haben.

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