Bleibt das „Mamotreto“ nun doch stehen?


Seit vielen Jahren wird um die Zukunft der als Parkhaus konzipierten Bauruine am Teresitas-Strand gestritten. Zuletzt ordnete ein Gericht den Abriss an. Foto: Moisés Pérez Pérez

Laut einer Studie könnte das Parkhaus bei Las Teresitas legalisiert werden

Teneriffa – Das Vergabeverfahren für den Abriss des im Volksmund als „Mamotreto“ (Ungetüm) bekannten, niemals fertiggestellten und richterlich als illegal deklarierten Parkhauses am Teresitas-Strand war bereits in die Wege geleitet worden, da präsentierte Santa Cruz’ Stadtrat Carlos Garcinuño (PP) einen Bericht, der für Zündstoff sorgte. Demnach sei das „Mamotreto“ eventuell doch legalisierbar. Die Verfasser der Studie kamen zu dem Schluss, dass der Raumordnungsplan der Gemeinde ein Parkhaus bei Las Teresitas sehr wohl vorsieht. Garcinuño will nun prüfen lassen, ob die Ruine mit dem Spezialplan für Las Teresitas vereinbar ist und doch noch genutzt werden kann. „Mir erscheint es eine Respektlosigkeit gegenüber den Tinerfeños, dass wir mehr als zehn Millionen Euro in den Müll werfen, wenn vorgesehen ist, dass an derselben Stelle ein Parkhaus errichtet werden soll,“ erklärte Garcinuño während einer Sitzung des Stadtrates.

Stadtrat Alberto Díaz-Estébanez (CC) wollte diese Sichtweise noch nicht einmal in Betracht ziehen. Ein Gericht habe die mangelnde Legalität des Gebäudes festgestellt und im Rahmen eines Urteils dessen Abriss angeordnet, stellte Díaz-Estébanez fest. Es gäbe keinen Raum für Interpretationen, und die richterliche Anordnung müsse erfüllt werden.

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