Peinlicher Präsident


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Es vergeht kaum ein Tag, an dem der Kanaren-Präsident Paulino Rivero nicht zu seinem Lieblingsthema, den Probebohrungen vor der Küste von Lanzarote und Fuerteventura Stellung nimmt.

Jetzt hat er angedroht, dass er daran denke, gegen die Madrider Regierung zu klagen und zwar gegen Autoritäten und Funktionäre, die an dem Genehmigungsverfahren für Repsol verantwortlich beteiligt waren, ebenso wie die  beiden Minister für Umwelt und für Energie. Ihn ärgere besonders  die Tatsache, dass bei den verschiedenen Regionen mit zweierlei Maß gemessen werde und zwar auf besonders diskriminierende Weise, erklärte er vor den Medien. Denn andere Vorhaben in den Gewässern der Balearen, vor Valencia und Málaga wurden negativ entschieden. „Offenbar sind die Meeresgebiete dieser Zonen für das Umweltministerium wichtiger als die der Kanaren, obwohl es im Golf von Valencia nur elf Arten von Meeressäugern gibt und hier 28“, monierte er.

Der Vize-Generalsekretär des Ministeriums für Industrie, Energie und Tourismus, Enrique Hernández Bento, hält die Äußerungen Riveros für mehr als peinlich. Das, was in den letzten Tagen von ihm zu hören sei, grenze schon an Lächerlichkeit.




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