Paraglider fordern Regelung


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Konkrete Verbote und Bedingungen für die Anbieter sollen Unfälle verhindern

Nachdem am letzten Februarwochenende gleich drei Touristen beim Gleitschirmfliegen auf verschiedenen Inseln verunglückt waren, wurde die Sicherheit dieser Sportart zunehmend thematisiert. Lokale Sportler und Institutionen sehen den Ursprung des Problems in der fehlenden gesetzlichen Regelung.

Sergio Castañeda, Präsident der Technischen Kommission für Gleitschirmfliegen des Aeronautischen Verbandes der Kanaren, gab bekannt, die Inselregierung und die Gemeindeverwaltung von Adeje hätten bereits ihre Kooperation signalisiert, und in Kürze wolle man beim Amt für Zivilluftfahrt wegen einer entsprechenden gesetzlichen Regelung vorsprechen. Dadurch sollte verhindert werden, dass unerfahrene Leute unnötig Risiken eingingen, denn eigentlich sei dieser Sport sicherer als man vermute, so Castañeda.

Tatsächlich kommt es unter den lokalen, erfahrenen Paraglidern sehr selten zu Unfällen, wie Castañeda bestätigte.

Guillermo de Armas, Vizepräsident der Technischen Kommission, erklärte, in Mitteleuropa sei der Paragliding-Sport viel eindeutiger geregelt, und es sei genau festgelegt, mit welchem Ausbildungsniveau und Fachkenntnissen man wo fliegen dürfe. Doch hier fehle es an einer gesetzlichen Regelung, sodass auch unerfahrene Touristen durch das gute Klima und die günstigen Verhältnisse dazu verleitet würden, Risiken einzugehen. Es sei dringend erforderlich, konkrete Normen und Verbote aufzustellen und die rechtlichen Anforderungen für die Anbieter von Touristenflügen zu vereinheitlichen. Derzeit gäbe es etliche schwarze Schafe, welche die Unerfahrenheit und Ignoranz der Touristen ausnutzen würden und sie dann an Stellen und unter Bedingungen starten ließen, die nicht ihrem Niveau entsprächen.

Castañeda schwächte die harten Worte von de Armas etwas ab und erklärte, nicht alle Touristen seien unerfahren und nicht alle Anbieter von Gleitschirmflügen inkompetent, aber eine Regelung sei dringend notwendig, um weitere Unfälle zu vermeiden. Denn insgesamt sei Teneriffa ein „Paradies“ für Liebhaber dieser Sportart und weise das größte gleitschirmflugfähige Gefälle Europas auf.

Unter den lokalen, ortserfahrenen und durchweg gut ausgebildeten Paraglidern käme es äußerst selten zu Unfällen, die, wenn überhaupt, meistens auf Selbstüberschätzung oder Fahrlässigkeit zurückzuführen seien, erklärte ein weiterer Experte auf diesem Gebiet.

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