La Palmas Krankenhaus ist zu klein


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Ärztefachverband moniert Platzmangel infolge des Bevölkerungswachstums

Der Ärztefachverband der Kanaren hat sich besorgt über die Lage im öffentlichen Krankenhaus von La Palma geäußert, das durch den Bevölkerungszuwachs zunehmend überlastet scheint.

Speziell im letzten Jahr habe sich die Situation verschärft, und dass diese Behauptung durch Tatsachen belegt wird, könne täglich nachgeprüft werden.

María Lorenzo räumte als Verbandssprecherin ein, dass zwar in letzter Zeit neue

Spezialisten hinzugekommen sind, was eine gute Nachricht sei, viele Bereiche aber weiterhin überlastet seien. Besonders lange Wartezeiten müssten die Patienten in den Bereichen Kardiologie und der Verdauungsorgane hinnehmen, deren Behandlungsräume außerdem so klein seien, dass nicht einmal eine Bahre hineingeschoben werden könne. Auch die Wartezimmer für Patienten seien mittlerweile zu klein geworden. Die Krankenhausleitung wisse von diesen Problemen, die Frage sei jetzt nur, wie sie zu lösen seien, denn dies könne nur das kanarische Gesundheitsamt entscheiden. Als weiteres Beispiel für die problematische Situation führte María Lorenzo an, dass im Krankenhaus nur zwei winzige Sprechzimmer für Gynäkologie zur Verfügung stehen, während es aber Gynäkologen gebe, die – wenn weitere Sprechzimmer vorhanden wären – ebenfalls Patienten empfangen und behandeln könnten. Durch das Bevölkerungswachstum der letzten Jahre sei dieses Problem immer akuter geworden, unterstrich Lorenzo.

Im Januar haben verschiedene Fachärzte ihre Arbeit im Inselkrankenhaus von La Palma aufgenommen, was ein jahrelanges Defizit zumindest teilweise beseitigt. Die Zahl der Chirurgen wurde von drei auf sieben erhöht, ebenso die Zahl der Anästhesisten, die nun ebenfalls zu siebt sind. Ein Mangel an Fachärzten bestehe allerdings weiterhin in Bereichen wie zum Beispiel Endokrinologie und Nephrologie, moniert der Ärztefachverband. 

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