La Palma öffnete seinen Schatz


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Vier Tage lang durfte die „Heilige Quelle“ bei Fuencaliente besichtigt werden

La Palma verfolgt weiter unbeirrt sein Ziel, die „Fuente Santa“ bei Fuencaliente neu zu erschließen. 1677 wurde die „Heilige Quelle“, der schon damals Heilkräfte nachgesagt wurden, beim Ausbruch des Vulkans San Antonio unter Lavamassen begraben.

Vor fast zehn Jahren begann man jedoch mit den Arbeiten zur Aufspürung und Freilegung der verschütteten Thermalquelle, die wegen ihrer Heilkräfte im 17. Jahrhundert weit über Spaniens Grenzen hinaus bekannt gewesen sein soll. Im Jahre 2005 wurde die Quelle schließlich in 187 m Tiefe entdeckt und ihre Freilegung begann.

Inzwischen sind die Arbeiten soweit fortgeschritten, dass Fuencalientes Stadtverwaltung die Quelle vier Tage lang zur Besichtigung öffnete. Vor allem Anwohner, die die Freilegung ihrer „Heilquelle“ seit Jahren verfolgten, ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen und wagten sich in den Stollen, der zu den insgesamt fünf natürlichen Becken führt, die mit dem Thermalwasser gespeist werden. Von den Projektleitern wurde den Besuchern der gesamte langwierige Weg bis hin zur Wiederentdeckung der Quelle sowie die heutige Zusammensetzung des sagenumwobenen Wassers erklärt. Die Wassertemperatur ist beispielsweise in jedem der fünf Becken verschieden. In einer beträgt sie zwischen 30 und 33 Grad, in der nächsten zwischen 42 und 43 und in den übrigen drei kann die Temperatur bis auf 45 Grad ansteigen. In dem Tunnel vermischt sich der aufsteigende Wasserdampf mit der Meeresbrise, die von der Öffnung her hereinweht.

Nach eingehenden wissenschaftlichen Studien wurde bewiesen, dass die Quelle tatsächlich heilende Kräfte besitzt. Es wird nun daran gearbeitet, aus der „Fuente Santa“ ein Heilbad zu machen, das nicht zuletzt als weitere Touristenattraktion der „Isla bonita“ dienen könnte.

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