Renovierung der Jameos del Agua


© CabLZT

Der Konzertsaal der berühmten Höhlen auf Lanzarote ist wieder dicht

Die vulkanische Entstehung der Kanaren hat so manche Kuriosität hinterlassen. Besonders auf Lanzarote gibt es sogenannte „Jameos“, das sind Höhlen, deren Decke eingestürzt ist, wodurch Tageslicht nach unten dringt.

In machen dieser Höhlen hat sich Grund- oder Regenwasser angesammelt, so dass kleine Seen entstanden sind, die seltenen Tierarten eine Heimstatt bieten: die „Jameos del Agua“.

In den 80er Jahren hat der berühmte Architekt César Manrique diese zauberhaften Orte seiner Heimatinsel behutsam so gestaltet, dass sie für Besucher gut begehbar wurden, und hat außerdem in einer Nebenhöhle einen unterirdischen Konzertsaal installiert, dessen zauberhaftes Ambiente weltweit einzigartig ist.

Der Saal hat jedoch Schaden genommen, weil die heftigen Regenfälle des vergangenen Winters ihren Weg durch die schützende Decke gefunden haben. Daher war eine Renovierung angesagt, die nun erfolgreich abgeschlossen wurde.

Insgesamt 129.000 Euro hat die Tourismusbehörde der Insel investiert, um die Schäden zu beseitigen und vor allem um weiteres Eindringen von Wasser zu verhindern. Dazu wurde die Höhlendecke mit einer Schicht von verstärktem PVC abgedeckt, darüber eine weitere Schicht von Geotextil und ganz oben Picón, das ist das typische Lavagranulat der Kanaren. Zuvor wurden noch Erdschichten entfernt, die salzhaltig waren und so dem Regenwasser Salzspuren hinzufügten, die der Decke insgesamt schadeten. Der Höhlensaal steht nun wieder für unterirdische Konzerte zur Verfügung – ein Erlebnis, das sich kein Lanzarote-Besucher entgehen lassen sollte.

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