Aus Zwangsprostitution befreit


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Ein rumänischer Familienclan lockte Frauen nach Spanien und beutete sie mit brutalen Methoden aus

Lanzarote – Der Nationalpolizei ist es gelungen, auf Lanzarote eine junge Mutter zu befreien, die selbst aus Rumänien stammend von einem rumänischen Familienclan mit dem Versprechen einer gut bezahlten Arbeit nach Spanien gelockt worden war. Dort jedoch hatte man sie stattdessen zur Prostitution in verschiedenen Nachtclubs in Valencia, Palma de Mallorca und auf Lanzarote gezwungen.

Die Mitglieder der Verbrecherbande brachen den Willen ihres Opfers durch ständige Drohungen, Prügel, Vergewaltigungen und die Verabreichung von Drogen. Zusätzlich fotografierten sie die Frau bei der Ausübung der Prostitution und erpressten sie damit, die Bilder ihrer Familie und dem ehemaligen Lebensgefährten zu schicken. Diese würden ihr dann, wie sie der gepeinigten Frau glaubhaft machten, das Sorgerecht für die dreijährige Tochter, die bei der Großmutter zurückgeblieben war, entziehen lassen.

Mutige Aussage

Auf die Spur dieser Verbrechen war die Polizei durch eine andere junge Rumänin gebracht worden, die man ebenfalls mit der gleichen Masche nach Spanien gelockt und mit denselben Methoden ausgebeutet hatte.

Als die Bande nach einigen Jahren zu dem Schluss kam, dass nicht mehr genug Geld mit ihr zu verdienen sei, „verkaufte“ man sie an eine Gruppe albanischer Zuhälter, welche mit ihr nach Deutschland weiterzogen. Auch dort setzte sich ihr Martyrium fort, bis ihr nach weiteren zwei Jahren endlich die Flucht gelang. Sie kehrte nach Spanien zurück und musste dort wegen posttraumatischer Störungen in die Psychiatrie eingewiesen und behandelt werden.

Im Verlauf der Therapie entschied sie sich, Anzeige zu erstatten. Nachdem ihr entsprechender Schutz gewährt worden war, konnte sie helfen, die Machenschaften des rumänischen Clans aufzudecken. Die anschließende Polizeiaktion führte zur Befreiung ihrer Leidensgenossin auf Lanzarote und zur Festnahme von vier Clanmitgliedern.

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