Neuer Zuchterfolg auf La Gomera


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Seit 2001 konnte der Bestand an Rieseneidechsen von weniger als 10 auf 83 Expemplare erhöht werden

Die Rieseneidechsen von La Gomera sind vermutlich längst nicht so bekannt wie ihre berühmten Verwandten und Nachbarn, die „lagartos de Salmor“, doch auf der Insel ist man um den Fortbestand der Spezies mindestens ebenso bemüht wie auf El Hierro.

Dass die Nachzucht einen Erfolg nach dem anderen verbucht, teilten kürzlich die Verantwortlichen für die Eidechsenzuchtstation in Valle Gran Rey mit, und auch Cabildo-Präsident Casimiro Curbelo lobte die guten Ergebnisse des Arterhaltungsprogramms. Curbelo erinnerte daran, dass mit der Nachzucht der Rieseneidechsen erst vor sechs Jahren begonnen wurde und die erzielten Erfolge daher durchaus beachtlich sind. Seit 2001 konnte der Bestand an Rieseneidechsen von weniger als 10 auf 83 Expemplare erhöht werden, und nun haben sich erstmals auch die in Gefangenschaft zur Welt gekommenen Exemplare erfolgreich gepaart. Vier Weibchen haben jetzt die ersten Eier des Jahres abgelegt, zwei dieser Tiere schlüpften im Jahr 2002 in der Zuchtstation. „Im letzten Jahr schlüpften 25 Jungtiere und wir hoffen, dass wir diese Zahl in diesem Jahr übertreffen“, sagte Curbelo.

Das Arterhaltungsprogramm der Rieseneidechsen von La Gomera, die von den Wissenschaftlern auf den Namen Gallotia Bravoana getauft wurden, wird größtenteils von der EU über das Programm Life finanziert. Wichtige Beiträge leisten auch die spanische und die kanarische Regierung sowie das Cabildo von La Gomera und die Gemeinde Valle Gran Rey.

Die Existenz der Rieseneidechsen von La Gomera wurde von Wissenschaftlern der Universität La Laguna (Teneriffa) erstmals im Jahr 1999 anhand von nur wenigen Exemplaren nachgewiesen. Die seltenen Eidechsen, Nachkommen von bis zu einem Meter langen Urahnen, sind der auf El Hierro lebenden Spezies „Salmor“ (Gallotia Simoni) sehr ähnlich. Sie können bis zu 60 cm lang werden, unterscheiden sich jedoch von den Salmor-Eidechsen durch eine weiße Zeichnung vom Unterkiefer bis zur Brust und eine scheinbar größere Aggressivität.

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