Krokodil in Privatwohnung beschlagnahmt


Das Krokodil, das die Polizei in der Wohnung in Güime vorfand, ist 1,31 Meter lang. Foto: EFE

Lanzarote – In einer Privatwohnung in Güime auf Lanzarote hat der Naturschutzdienst der Guardia Civil, Seprona, am vergangenen Montag ein Krokodil beschlagnahmt. Das Tier misst 1,31 Meter und wurde vermutlich im Dezember aus dem Zoo in Guinate gestohlen. Der Zoo ist schon vor einem Jahr geschlossen worden, es befanden sich jedoch auch danach noch verschiedene Tiere dort. Das beschlagnahmte Krokodil wurde vorläufig im Tierpark Rancho Texas untergebracht.

Zur Hausdurchsuchung rückte ein großes Aufgebot an Polizisten der Guardia Civil und Policía Local an, weil der Mieter der Wohnung mehrere Vorstrafen wegen Drogenhandels hat, und man mit der Möglichkeit rechnete, verbotene Substanzen vorzufinden. Die Ermittlungen, in deren Rahmen die Hausdurchsuchung durchgeführt wurde, basiert jedoch nur auf einer Anzeige wegen des Raubes mehrerer Krokodile aus dem Guinate Park.

An der polizeilichen Intervention nahmen mehrere Beamte teil, die einen Kursus über besonders gefährliche exotische Tiere absolviert und gelernt haben, wie man diese Tiere einfängt.

Immer wenn der Seprona ein Tier auf Lanzarote beschlagnahmt, kommt es, gemäß einer Übereinkunft mit dem Cabildo, zunächst in den Tierpark Rancho Texas. Je nach Art wird im zweiten Schritt entschieden, ob das Tier in diesem Park bleibt oder woanders untergebracht wird.

Die Haltung von Krokodilen ist in Spanien verboten, weil die Spezies nach dem internationalen Abkommen über den Handel mit Tieren (Cites) geschützt ist und zudem potenziell gefährlich ist.

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