Trauerfeier auf Gran Canaria


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Rückblick: Am 17. September gedachte die Insel der Opfer des Spanair-Absturzes

Knapp eine Woche nach der Trauerfeier in Madrid, wurde am 17. September auch auf Gran Canaria der 154 Menschen gedacht, die am 20. August beim Absturz einer Spanair-Maschine im Madrider Flughafen ums Leben kamen. 72 davon stammten von den Kanaren, hauptsächlich von Gran Canaria.

Unter den Trauergästen in der Santa Ana-Kathedrale in Las Palmas de Gran Canaria befanden sich auch das spanische Kronprinzenpaar, Minis­terprä­sident José Luis Rodríguez Zapatero, Oppositionschef Mariano Rajoy sowie mehrere Regierungsmitglieder und politische Führungskräfte der Kanaren.

Obwohl sich etwa 3.000 Menschen im Inneren und vor der Kathedrale versammelt hatten, verlief die Trauerfeier in ergreifender Stille. Um niemanden auszuschließen, wurden die Türen der Kathedrale während der gesamten Messe offen gelassen. Außerdem konnten die fast 2.000 Menschen, die keinen Platz im Inneren gefunden hatten, die Zeremonie auf zwei riesigen Bildschirmen verfolgen.

Neben Familienangehörigen und Freunden der Todesopfer waren aus Solidarität auch zahlreiche Bewohner Gran Canarias zur Trauerfeier gekommen. „Heute müssen wir alle den Betroffenen zur Seite stehen, das sind wir ihnen schuldig“, erklärte einer der Anwesenden das allgemeine Empfinden.

„Zu verstehen, was keinen Sinn ergibt, ist schier unmöglich“, meinte der kanarische Bischof Francisco Cases mit gebrochener Stimme, als er sich in seiner Ansprache an die ersten Stunden erinnerte, die er zusammen mit den Familienangehörigen der Spanair-Opfer in Madrid verbrachte, um ihnen beizustehen.

Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia sprachen nach der Messe jedem einzelnen der Familienangehörigen ihr Beileid aus.

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