Klima-Experiment zerstört


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Schwimmende Versuchsbecken durch Sturm beschädigt

Im Februar zerstörte ein Sturm, der mit bis zu 90 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit über Gran Canaria hinwegfegte und die Brandung vor der Küste bis zu vier Meter hoch auftürmte, ein internationales Klima-Experiment, das in den Gewässern vor Taliarte im Osten der Insel seit Januar durchgeführt wurde und noch bis April andauern sollte.

Ziel der Studie, an der vierzehn Forschungseinrichtungen aus sieben Ländern unter der Leitung des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel beteiligt sind, ist es, zu untersuchen, wie sich die Ozeane in den kommenden 150 Jahren entwickeln werden, falls die Übersäuerung durch die erhöhte Aufnahme von Kohlendioxid so weitergeht wie bisher. Zu diesem Zweck wurden mit dem deutschen Forschungsschiff Poseidon 24 Tonnen wissenschaftlichen Materials nach Gran Canaria gebracht und in der Bucht von Taliarte schwimmende Becken von 50.000 Litern Fassungsvermögen verankert.

In diesen sollte das langfristige Verhalten von marinen Ökosystemen unter verschiedenen Bedingungen untersucht werden. In einigen wurden erhöhte Säuerungsgrade hergestellt, wie sie für die Zukunft erwartet werden, in andere Wasser, das aus größeren Tiefen heraufgeholt wurde, gefüllt. Außerdem gab es Becken, in denen der Einfluss von Staub, wie er mit dem Wind aus der Sahara herangetragen wird, untersucht wird und solche, in denen das Atlantikwasser zur Kontrolle unverändert blieb.

Gegenstand des Experiments ist vor allem die These, dass die Übersäuerung der Ozeane langfristig zu einer Reduzierung des sogenannten Picoplanktons und damit auch der Fischbestände führen könnte. Bisher wurde dieses Experiment schon in den kalten, Plankton-reichen Gewässern der Arktis und der skandinavischen Fjorde durchgeführt, deren Charakteristika jedoch nur für 30% der Ozeane repräsentativ sind.

Die Studie auf den Kanaren wäre die erste in Nährstoff-ärmeren, warmen Gewässern gewesen, die in den restlichen 70% der Meeresbiotope vorherrschen.




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