Kinderherzchirurgie gerettet


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Abkommen mit Madrider Universitätskrankenhaus La Paz sichert das Fortbestehen

Ende letzten Jahres stand die Kinderherzchirurgie des Hospital Materno Infantil de Canarias (Entbindungs- und Kinderklinik) in Las Palmas kurz vor dem Aus.

Die einzige Abteilung dieser Art auf den Kanarischen Inseln sollte aufgrund qualitativer Vorgaben geschlossen werden mit der Folge, dass alle herzkranken Kinder in Kliniken auf dem Festland hätten verlegt werden müssen. Aufgrund des Protestes der Betroffenen und des öffentlichen Drucks ruderte das Gesundheitsressort schlussendlich zurück (das Wochenblatt berichtete), doch dann stellte sich die Frage nach der Zukunft. Nun schlossen der kanarische Gesundheitsdienst und das Madrider Universitätskrankenhaus La Paz ein Abkommen mit dem Ergebnis, dass die Versorgung der kleinen Herzpatienten wieder gesichert ist.

Auf einer Pressekonferenz stellten Brígida Mendoza, Leiterin des kanarischen Gesundheitswesens, und Doktor Fernando Villagrá vom Universitätskrankenhaus La Paz in Madrid die Einzelheiten der Zusammenarbeit vor. Demnach werden Chirurgen der international renommierten Klinik jeden Monat 15 Tage in Las Palmas verbringen und Operationen durchführen. Bei Notfällen können sie jederzeit abgerufen und eingeflogen werden. Dieser Service kostet den kanarischen Gesundheitsdienst nicht mehr als 75.000 Euro im Jahr, Flüge, Unterkunft und Verpflegung der Chirurgen eingeschlossen. Das Abkommen wurde für die nächsten drei Jahre geschlossen, kann aber problemlos auf fünf Jahre verlängert werden.

In dem Dokument wird die Bedeutung der Kinderherzchirurgie des Materno Infantil noch einmal hervorgehoben, denn dort heißt es, die Abteilung habe die Betreuung herzkranker Kinder in der Heimat und nahe ihren Familien ermöglicht und die Fortbildung und Perfektionierung der Kardiologen vorangetrieben.

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