Brandstifter vor Gericht


Juan Antonio Navarro Armas hat gestanden 2007 auf Gran Canaria einen Waldbrand ausgelöst zu haben. Foto EFE

Die strafrechtliche Aufarbeitung des katastrophalen Waldbrandes von 2007 findet nach zehn Jahren ihren Abschluss

Gran Canaria – Zurzeit steht der 48-jährige Waldhüter Juan Antonio Navarro Armas in Las Palmas vor Gericht. Er hat gestanden, im Jahr 2007 eines der schlimmsten Umweltdesaster, das die Insel Gran Canaria je heimgesucht hat, verursacht zu haben. Er hatte in den Bergen einen Waldbrand ausgelöst, der 20.000 Hektar Landschaft in Mitleidenschaft zog und die Evakuierung von 4.550 Anwohnern erforderte. 

Navarro gab an, den Brand in der Hoffnung gelegt zu haben, dass daraufhin sein auslaufender Arbeitsvertrag verlängert werden würde. Vor Gericht bat er die Opfer um Verzeihung und erklärte, das Feuer sei außer Kontrolle geraten. Er habe den Brand sofort gemeldet und erwartet, dass der Löscheinsatz unmittelbar eingeleitet würde. Seine Absicht sei nicht gewesen, eine Katastrophe anzurichten, sondern lediglich zu demonstrieren, dass auf der Insel zu wenige Ressourcen für die Feuerbekämpfung vorhanden seien. 

Das Urteil ist noch nicht ergangen, doch das Strafmaß steht schon fest: achteinhalb Jahre wurden vereinbart, bevor er sein Geständnis ablegte. Vier Jahre davon hat Navarro, der sich zurzeit unter Auflagen auf freiem Fuß befindet, in Untersuchungshaft schon abgesessen. 

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